Täter trotzdem ermittelt 15-Jähriger mit Geld zu falschem Geständnis überredet

Plan fehlgeschlagen: Der wahre Täter wurde recht schnell ermittelt und sitzt jetzt im Gefängnis. Foto: imago

Ein jugendlicher Intensivtäter wird wieder straffällig. Dessen Bruder besticht daher einen 15-jährigen Freund, die Schuld auf sich zu nehmen. Am Ende kommt die Wahrheit aber doch ans Licht.

 

München/Riem – Komplizierter Fall von räuberischer Erpessung, falschen Beschuldigungen und Bestechung in einer Gruppe Jugendlicher. Inzwischen sitzt aber der Richtige im Gefängnis. 

Angefangen hatte alles am Dienstagnachmittag an den Riem-Arcaden, als ein 16-Jähriger dort seine Freundin treffen wollte. Der 17-jährige Cousin des Mädchens, ein polizeibekannter Intensivtäter, hatte den Jungen auf dem Weg zum Treffen abgefangen und ihn am Platz der Menschenrechte in ein Müllhäuschen dirigiert. Dort drohte er dem Freund mit dem Tod, sollte er noch weiter Kontakt zu seiner Cousine suchen. Bei der Einschüchterungsaktion nahm er seinem Opfer gleich auch noch das Bargeld und das Handy ab.

Die Drohung, ja nicht zur Polizei zu gehen, beherzigte der 16-Jährige zwar, allerdings vertraute er sich seinen Eltern an. Die zögerten nicht und erstatteten Anzeige bei der PI 23 in Giesing. Der 17-Jährige landete zur Vernehmung auf dem Revier. 

Falsches Geständnis für Geld

In dem Wissen, dass es aufgrund seiner Vorbelastung langsam für ihn eng werden könnte, leugnete der Jugendliche die Tat und beschuldigte einen 15-jährigen Freund. Dieser kam dann auch am nächsten Tag von sich aus mit der Beute bei der Polizei in Riem vorbei und gestand die Tat.

Im Laufe des Verhörs wurde den Beamten aber recht schnell klar, dass an der Sache etwas faul sein musste. Wenig später knickte der Junge dann auch ein und gab zu, ein falsches Geständnis abgelegt zu haben. Er habe vom Bruder des Täters Geld erhalten und das Versteck der Beute gesagt bekommen. Er sollte gestehen, um dem wahren Täter den Gang in den Knast zu ersparen.

Dieser Plan ging nicht auf: der 17-Jährige wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl.

 

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