Täter auf der Flucht Bilder: Räuber sprengen Bank in die Luft

Ermittler des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) untersuchen in Poernbach Spuren vor einer Bankfiliale, die am fruehen Morgen von unbekannten Taetern gesprengt wurde. Von einem der Täter gibt es Aufnahmen der Überwachungskamera. Foto: dapd/Polizei

Bankräuber sprengen Hallertauer Volksbank in Pörnbach (Hallertau). In der Filiale geht alles kaputt – nur der Geldautomat bleibt dummerweise heil.

 

Pörnbach -  Ein gewaltiger Knall war’s, der die Bewohner von Pörnbach kurz nach drei Uhr morgens aus dem Schlaf riss. Zwei Bankräuber hatten die Filiale der Hallertauer Volksbank in die Luft gesprengt. Doch der Coup ging völlig schief. Die Täter erbeuteten keinen einzigen Cent. Die Fahndung nach ihnen läuft.

Die Hausfassade ist völlig demoliert, durch die Wucht der Explosionen sind zwei große Fensterscheiben geborsten, Gehsteig und Straße bedeckt ein Meer aus Glasscherben. In der Bank sieht es nicht besser aus. „Da drin ist nichts heil geblieben“, sagt LKA-Sprecher Detlef Puchelt.

Wie durch ein Wunder wurden die Bewohner der über der Bankfiliale gelegenen Wohnungen nicht verletzt. Ob sie allerdings angesichts des angerichteten Schadens noch in ihre Appartements zurückkehren können, ist noch ungeklärt. Auch im Umfeld wurde niemand verletzt. Glücklicherweise war zu so früher Stunde noch niemand in der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde unterwegs. „Andernfalls hätte es Schwerverletzte oder sogar Tote geben können“, betont der LKA-Sprecher.

Die Bankräuber hatten Sprengsätze an einem Geldautomaten und an einem Kontoauszugsdrucker angebracht. Vermutlich verwendeten sie dazu Schwarzpulver. Gezündet haben die den Sprengsatz elektronisch per Kabel und aus sicherer Entfernung.

Kurz nach der Detonation sahen Zeugen, zwei Männer mit einem Sack die Filiale betreten. Doch der Raub war gründlich schiefgelaufen. Während der Kontoauszugsdrucker völlig zerfetzt wurde, hielt der Geldautomat dem Anschlag stand. Abgesehen von ein paar Kratzern und Schmauchspuren überstand der Tresor die Explosion unversehrt. „Wir gehen davon aus, dass die Täter nichts erbeutet haben“, betont ein LKA-Sprecher.

Dafür ist der Sachschaden an dem Wohn- und Geschäftshaus um so größer. Das Erdgeschoss mit der Bankfiliale ist völlig verwüstet. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 200000 Euro.

Laut Zeugen hatten die Männer einen Komplizen, der in einem silberfarbenen Peugeot vor der Bank wartet. Das Kennzeichen (PAF-SD 285) hatten sie im fünf Kilometer entfernten Reichertshofen von einem Auto abmontiert.

Die Überwachungskamera der Bank schoss Fotos des Bankräubers. Er ist schlank, 1.70 Meter groß, weiße Kopfbedeckung, dunkle hüftlange Jacke, Jeans, Trekkingschuhe Trotz einer sofort anlaufenden Großfahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, entkamen die Täter. Hinweise an das LKA 089/1212-0.

 

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