Syrien Zersplitterte Opposition einig: Assad muss gehen

Der Sturz des Assad-Regimes ist kleinster gemeinsamer Nenner des Treffens der zersplitterten syrischen Opposition in Kairo. Auf mehr konnten sich die 200 Delegierten auf der Konferenz nicht einingen.

 

Kairo - Der zersplitterten syrischen Opposition ist es bei einer Konferenz unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga nicht gelungen, ihre Differenzen zu überwinden.

Nach Angaben von Teilnehmern des Treffens, das in den frühen Morgenstunden in Kairo endete, einigten sich die mehr als 200 Delegierten lediglich auf den Sturz des Regimes von Präsident Baschar al-Assad als gemeinsames Ziel.

Um die Rechte der kurdischen Minderheit und die Frage, ob Syrien künftig eine dezentrale Verwaltung haben soll, wurde dagegen bis tief in die Nacht gestritten. Auch die Form einer möglichen ausländischen Militärintervention blieb umstritten. Die Vertreter des Nationalen Rates der Kurden zogen sich von der Konferenz zurück.

Die Muslimbruderschaft teilte mit, sie habe Vorbehalte gegen mehrere Punkte des Nationalen Pakts, der an die Konferenzteilnehmer zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung als Entwurf verteilt worden war. Vielleicht wäre es besser, für eine Übergangszeit zur syrischen Verfassung von 1950 zurückzukehren, teilten die Muslimbrüder per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Mehrere Konferenzen der syrischen Opposition in Istanbul in den vergangenen Monaten waren mit ähnlich mageren Ergebnissen zu Ende gegangen.

Am Mittwoch zählten Aktivisten 16 Tote bei Angriffen der Regierungstruppen. Besonders heftig sei der Beschuss in der Widerstandshochburg Homs gewesen, hieß es. In Daraa seien zwei Kinder getötet worden.

 

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