Syrien Assad: Annan soll "terroristischen Sumpf trockenlegen"

Der syrische Präsident Baschar al-Assad will den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan nur dann umsetzen, wenn die Aufständischen entwaffnet werden.

 

Damaskus - In einer Botschaft des Präsidenten an die Teilnehmer des Gipfeltreffens der Brics-Staaten, die von der syrischen Nachrichtenagentur Sana am Freitag veröffentlicht wurde, hieß es an die Adresse Annans: "Er muss sich darauf konzentrieren, den terroristischen Sumpf trockenzulegen". Dafür müsse Annan von den anderen Konfliktparteien die Zusicherung erhalten, dass sie ihre "terroristischen Operationen" beendeten.

Außerdem müsse die Unterstützung mit Geld und Waffen durch bestimmte Staaten - gemeint sind Saudi-Arabien und Katar - aufhören, erklärte Assad. Mit Blick auf die Türkei sagte er, es gebe Nachbarländer, die "terroristische Aktivitäten gegen Syrien erleichtern".

Annan, der als Sondergesandter sowohl die Arabische Liga als auch die Vereinten Nationen vertritt, hatte einen Sechs-Punkte-Plan vorgelegt, der unter anderem ein Ende der Gewalt, Zugang für humanitäre Hilfe und einen politischen Dialog vorsieht. Die syrische Führung hatte den Plan diese Woche laut Assad "trotz einiger Vorbehalte" akzeptiert. Die Opposition hatte erklärt, sie glaube nicht an die leeren Versprechungen des Regimes. Außerdem lehne sie einen Dialog mit Assad ab.

Die Gruppe der Brics-Staaten besteht aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Sie hatte am Donnerstag bei einem Gipfeltreffen in Indien erklärt, sie sei gegen eine Intervention in Syrien.

 

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