Syrien Artilleriebeschuss in Homs weitet sich aus

Die syrische Armee hat am Donnerstag ihre Angriffe auf weitere Stadtviertel in Homs ausgeweitet. Homs ist eine Hochburg des Widerstandes gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad

 

Damaskus/Istanbul - Aktivisten meldeten am morgen, neben dem schon stark zerstörten Viertel Baba Amro seien nun auch die Viertel Al-Chalidija und Al-Inschaat mit Granaten beschossen worden.

Eine größere Zahl von Deserteuren soll sich in der Stadt Daraa von den Regierungstruppen abgesetzt haben. Die fahnenflüchtigen Soldaten hätten sich heftige Gefechte mit ihren ehemaligen Kameraden geliefert, hieß es.

Am Vortag sollen in Syrien nach Informationen der Opposition 97 Menschen getötet worden sei. 60 von ihnen seien in Homs gestorben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist wegen der Behinderung der Arbeit von Journalisten durch die Regierung nicht möglich.

Am Mittwoch waren zwei westliche Journalisten bei einem Angriff in Homs ums Leben gekommen - die US-Reporterin Marie y Colvin und der französische Fotograf Rémi Ochlink. Der syrische Informationsminister, Adnan Mahmud, sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana, er habe von der Anwesenheit der beiden Journalisten in Syrien nichts gewusst. Jeder Journalist, der illegal eingereist sei, solle sich bei den Behörden melden.

 

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