Suspendierter Präsident Blatter gibt auf: "Kämpfe nicht mehr für die Fifa"

Gibt er wirklich auf? Nach eigenen Aussagen jedenfalls geht es Sepp Blatter nur noch um seine Ehre. Foto: dpa

Der gesperrte Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter visiert nach eigenen Angaben die Rückkehr an die Fifa-Spitze nicht mehr an. Demnach gehe es dem 79-Jährigen nun lediglich darum, seine Ehre zu retten. Seine Tochter sorgt sich indes um seine Gesundheit.

 

Nyon - Nachdem ihn die Fifa-Ethikkommission für acht Jahre sperrt, gibt Sepp Blatter nun den Kampf zurück an die Spitze des Weltfußballverbands Fifa auf. "Ich kämpfe jetzt nicht mehr für die Fifa. Sie haben mich fallen gelassen. Ich kämpfe nur noch für mich und meine Ehre", sagte der 79-Jährige dem Wochenmagazin Bunte.

Das Urteil der Ethikkommission könne Blatter "so auf keinen Fall" hinnehmen. Die Vorwürfe der Korruption passten nicht "zu meiner Lebensphilosophie. Diese unwahren Behauptungen haben in mir neue Energie freigesetzt", erklärt Blatter.

Blatter-Tochter: "Sperre gleicht Verurteilung wegen Totschlags"

Seine Tochter Corinne Blatter-Andenmatten sorgt sich gegenüber dem Blatt über die Gesundheit ihres Vaters. Sein Immunsystem sei im November "komplett zusammengebrochen", berichtet sie und betont: "Mein Vater und Michel Platini haben doch niemanden umgebracht. Die Sperre gleicht in meinen Augen einer Verurteilung wegen Totschlags."

Blatter scheint sehr mitgenommen von den Entwicklungen und gibt den Kampf um die Rückkehr auf den Fifa-Thron wohl auf.

 

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