Super Bowl 2017 Patriots gegen Falcons: Die Finalisten im AZ-Vergleich

, aktualisiert am 03.02.2017 - 11:20 Uhr
Duell der Star-Wide Receiver: Julian Edelman (l.) von den Patriots gegen Julio Jones von den Falcons. Foto: Curtis Compton/JOHN G. MABANGLO/dpa/AZ

Im Super Bowl 2017 treffen die New England Patriots auf die Atlanta Hawks. Erfahrung, Angriff, Verteidigung und Trainer – die AZ macht den Vergleich.

 

Houston - Zugegeben, Football ist ein auf den ersten Blick schwer durchschaubarer Sport. "Es ist Schach", sagte Fernsehexperte und Football-Trainer Patrick Esume einmal über das Spiel mit seinen vielen Unterbrechungen und den Heerscharen von Trainern an der Seitenlinie.

Genaugenommen ist es aber nicht so kompliziert. Es geht um Raumgewinn, darum, in die Endzone des Gegners zu gelangen. Dafür braucht es eine offensive Aufstellung und abwechselnd eine Defensive, um die Vorstöße des Gegners zu verhindern. Die Grundregeln im Überblick finden Sie hier.

Im 51. Super Bowl am Sonntag in Houston/Texas treffen mit den Atlanta Falcons und den New England Patriots die jeweils beste Offensive und Defensive aufeinander. Die AZ vergleicht die beiden Finalisten:

Erfahrung

Kein Team sammelte in der jüngeren Vergangenheit mehr Super-Bowl-Erfahrung als die Patriots. Seit der Jahrtausendwende stand das Team aus Foxborough nahe Boston sieben Mal im Endspiel, gewann vier Mal. Die Falcons hingegen mussten 18 Jahre auf ihre zweite Endspiel-Teilnahme warten. Immerhin erreichte das Team aus Georgia seit 2010 viermal die Playoffs.

Offense

Unbestritten: Atlanta stellt die schlagkräftigste Offensive der ganzen Saison. Elfmal gelangen den Falcons mehr als 30 Punkte, fünfmal sogar mehr als 40. Eine Wahnsinns-Bilanz, die vor allem auf zwei Spielern beruht: Quarterback Matt Ryan, der auf dem besten Weg ist, wertvollster Spieler der Liga zu werden, und Wide Receiver Julio Jones. Der Pass-Empfänger schaffte im Oktober sogar einen Rekord, ihm gelangen in einer Partie 300 Yards. Er ist der Allesfänger. Bei den Patriots heißt der Star – na klar – Tom Brady. Der Quarterback (39) könnte seinen fünften Super Bowl gewinnen und damit erfolgreichster Spielmacher aller Zeiten werden. Mit Wide Receiver Julian Edelman versteht er sich blind.

Defense

Brady hin oder her, das Prachtstück der Patriots ist die Defensive – "die beste der Liga", sagte Ex-Profi Markus Kuhn bei ran.de. Vor allem, weil es New England immer schafft, sich perfekt auf den Gegner einzustellen. Der Star heißt hier Dont’a Hightower, der diese Saison 65 Tackles verbuchte. Die Falcons dagegen müssen hoffen, dass ihre Offensive lange auf dem Feld bleibt, defensiv gibt es für sie wenig zu holen. Vor allem zum Ende hin scheint den Falcons die Puste auszugehen. Im vierten Viertel kassierte man im Schnitt 9,8 Punkte. Zweitschlechtester Wert der Liga!

Trainer

Im Raum Boston vergöttert, im Rest der USA verhasst: Patriots-Coach Belichick. Der für seine Akribie bekannte Coach war mit den Patriots in zwei Skandale verwickelt. 2007 ließ er Gegner ausspionieren (Spygate), 2015 warfen andere Teams New England vor, dass dort die Bälle schlecht aufgepumpt wären (Deflategate). Trotzdem: vier Super Bowls stehen für sich. Falcons-Coach Dan Quinn gewann einmal das Endspiel als Defensiv-Koordinator der Seattle Seahawks 2013. Anschließend trat er in Atlanta seine erste Cheftrainer-Stelle an und formte das Team in nur zwei Jahren zum Titelkandidaten.

 

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