Stuttgart und Dortmund im Visier Noch zwei Spiele vor Weihnachten: Bayerischer Endspurt!

Noch zwei mal Gas geben, dann geht es in die verdiente Winterpause. Foto: imago/MIS

Der FC Bayern absolviert sein letztes Liga-Spiel des Jahres in Stuttgart, danach geht’s im Pokal gegen Dortmund. Heynckes hofft auf Robben – und spricht über das Triple: "Wunder passieren nicht oft".

 

München - So kurz vor Weihnachten wäre ja eigentlich ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Gerade beim FC Bayern, wo in dieser Hinrunde wirklich eine Menge passiert ist. Aber da kennt man Jupp Heynckes schlecht. Der Trainer machte am Freitag große Augen, als er auf sein persönliches Zwischenfazit angesprochen wurde. Viel zu früh – so die Heynckes-Botschaft. Der Coach erklärte mit einem Schmunzeln: "Eines dürfen sie nicht beim FC Bayern: verlieren. Wir müssen noch zwei Spiele abwarten."

Diesen Samstag der Südschlager beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky live), dann steht am Mittwoch das noch deutlich wichtigere Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund an: Heynckes will die Hinrunde unbedingt mit zwei Siegen abschließen. Sein Motto: Endspurt!

Die Mannschaft scheint verstanden zu haben, wie wichtig eine gelungene Generalprobe für den Dortmund-Kracher ist: "Wenn wir in Stuttgart nicht gewinnen, gehen wir mit einer gewissen Frustration in die letzte Woche – und das wollen wir vor dem Pokalspiel auf gar keinen Fall", sagte VfB-Experte Thomas Müller (acht Tore und elf Vorlagen in 17 Spielen gegen die Schwaben).

Einsatz von Coman und Ribery unsicher

Ob Heynckes auf der Zielgeraden dieses Jahres auch auf seine besten Sprinter setzen kann? Kingsley Coman, seit Heynckes’ Comeback Anfang Oktober der herausragende Bayern-Spieler, hat Probleme am Hüftbeuger, berichtete der Trainer – und wählte einen interessanten Vergleich. "Er ist ein hochsensibles Rennpferd", sagte Heynckes über Coman. "Er spürt jetzt die ständige Belastung und muss das wegstecken. Ich hoffe, dass er mitwirken kann." Bei Franck Ribery will der Coach nach dessen Comeback "auf die Belastung achten". Der Franzose stand zuletzt dreimal in Folge in der Startelf, wirkte aber gegen Köln müde, und könnte deshalb eine Pause bekommen.

Und Arjen Robben? Der dritte Turbo-Renner der Bayern-Offensive wird nicht mit nach Stuttgart reisen – doch gleichbedeutend mit dem Aus für 2017 ist das nicht. "Ich habe gelesen, dass ich gesagt hab, er spielt dieses Jahr nicht mehr", sagte Heynckes: "Da war ich überrascht." Der Niederländer (Entzündung des Ischias-Nervs) fühle sich schon wieder "relativ gut", so der Bayern-Trainer: "Aber Arjen muss ganz beschwerdefrei sein, um seine Top-Leistung abzurufen. Wir warten mal bis Montag ab." Heynckes hofft noch auf ein Robben-Comeback gegen Dortmund.

Ulreich zurück in der Startelf

In Stuttgart müssen es andere richten, Torjäger Robert Lewandowski zum Beispiel. Der Pole könnte mit einem Treffer zu Robben aufschließen, der aktuell noch die Rangliste der besten ausländischen Bayern-Schützen in der Bundesliga anführt (93 Tore). Ebenso wichtig: Sven Ulreich. Der zuletzt so starke Keeper kehrt nach Adduktorenproblemen in die Startelf zurück und dürfte gegen Ex-Klub Stuttgart besonders motiviert sein.

Statistisch gesehen, spricht fast alles für einen Bayern-Sieg. 15 Erfolge in Serie gab es in der jüngeren Vergangenheit gegen die Schwaben, 27 Auswärtssiege insgesamt (Bundesliga-Rekord). Und noch eine Zahl macht Mut: Bayern gewann die letzten 30 Partien gegen Aufsteiger, eine Niederlage gab es zuletzt beim 0:2 in Kaiserslautern am 27. August 2010.

Heynckes warnte trotzdem vor dem Team von Jungtrainer Hannes Wolf: "Das wird ein schwieriges Spiel gegen eine junge, hungrige, laufstarke Mannschaft."

Von einer Vorentscheidung in der Meisterschaft will der Coach trotz neun Punkten Vorsprungs nichts wissen – von einem erneuten Triple-Triumph ebenso. "Wunder passieren nicht so oft. So weit denke ich nicht, das wäre vermessen." Typisch Heynckes eben.

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