Studie Sprungbrett für Absolventen sind Praktika und Kontakte

Eine repräsentative Studie belegt, dass sich nur noch etwa jeder zweite Hochschulabsolvent klassisch für seine erste Stelle bewirbt. Das Karriere-Sprungbrett für viele Absolventen sind Praktika oder Kontakte durch Freunde und Familie.

 

München – Viele Hochschulabsolventen finden ihre erste Stelle über Praktika oder Kontakte. Das legt eine repräsentative Studie über Hochschulabgänger in Bayern nahe.

Rund jeder Vierte (28 Prozent) hat bei seinem ersten Arbeitgeber im Studium ein Praktikum gemacht oder gearbeitet. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) kam über Partner, Verwandte oder Freunde an seinen ersten Job. 5 Prozent waren in der glücklichen Lage, dass sie ohne eigenes Zutun ein Stellenangebot bekamen, 6 Prozent haben ihre bisherige Arbeit nach Studienabschluss fortgesetzt.

Nur rund jeder Zweite (52 Prozent) hat sich auf dem klassischen Weg um eine Stelle beworben. Für die Studie wurden 2769 bayerische Absolventen des Jahrgangs 2003/2004 befragt.

Der Weg zur ersten Stelle hat dabei Einfluss darauf, wie lange Studenten im Unternehmen bleiben. Wer sich klassisch auf eine Stelle bewirbt, bleibt im Schnitt kürzer in der Firma als jemand, der dort zuvor ein Praktikum gemacht hat oder über Kontakte vermittelt wird

„Nach zehn Monaten ist die Wahrscheinlichkeit, den Arbeitgeber zu wechseln, bei klassischen Bewerbungen fast doppelt so hoch, als wenn jemand über Praktika und Jobs ins Unternehmen kommt“, sagt Maike Reimer, Mitautorin der Studie.

Dieser Effekt verpufft jedoch nach einiger Zeit: Nach zwei Jahren wechselten Berufseinsteiger, die über Vitamin B in die Firma kommen, genauso häufig die Stelle wie diejenigen, sich klassisch beworben haben.

 

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