Strom-Anbieter und Preise günstiger So sparen Sie in München Strom: Die Tipps und Tricks

Familie Brauer fand heraus: „Das Kurzprogramm unserer Spülmaschine reicht auch.“ Foto: SWM

In der AZ berichten Singles, Familien und Wohngemeinschaften von ihren Strategien für günstigen Strom und eine niedrige Stromrechnung.

München - Manuela und Timo Nowak waschen nicht mehr unnötig heiß. In der WG von Mark Bamberger muss jeder Bewohner zahlen, wenn er vergisst, das Licht auszuschalten. Und Monika Pala hat in ihrem Single-Haushalt die gröbsten Energiefresser unter ihren Geräten aufgespürt.

Verschiedene Methoden mit dem gleichen Ziel: Strom und damit Geld sparen.

In der AZ und „M-Direkt“ erzählen Münchner mit unterschiedlichen Haushalten, was sie tun, um 2014 weniger für Strom zu zahlen. Dabei zeigen sie, dass sich mit ganz einfachen Mitteln viel Geld herausholen lässt.

 

Manuela und Timo Nowak: „Es hat sich gelohnt, den Stromverbrauch der Programme bei Wasch- und Spülmaschine zu messen. Wir nutzen jetzt öfter niedrigere Temperaturen – das spart Kosten. Außerdem schalten wir immer die Steckerleisten aus.“

 

Ingrid und Peter Lipps: „Wir waren vom Hochwasser im Mai betroffen – Entfeuchter und Pumpen haben unseren Verbrauch hochgetrieben. Wir vermeiden Festbeleuchtung und schalten das Licht im Flur und im Treppenhaus konsequent aus. Den Gebrauch von alten Geräten haben wir drastisch reduziert.“

 

Marcus Nördinger: „Ich achte darauf, unnötige Energieverbraucher auszuschalten. Bewusst war mir nicht, dass ich durch LED-Leuchtmittel so viel sparen kann. Die kaufe ich mir noch für meine Aquarienbeleuchtung. Als ich mir einen neuen Fernseher angeschafft habe, habe ich den Verbrauch genau geprüft.“

 

Thomas Sievert: „Abends schalte ich den Fernseher ganz aus. Auch Computer und Videorekorder laufen nicht mehr im Standby. Außerdem habe ich nun einen energiesparenderen Trockner.“

 

Monika Pala: „Hilfreich war es, eine Bestandsaufnahme zu machen: Was sind die Stromfresser? Welche Geräte nutze ich oft? Welche sind Tag und Nacht im Einsatz? Hier gilt es anzusetzen und seine Gewohnheiten zu hinterfragen. Ich nutze beim Kochen jetzt häufig den Schnellkochtopf. Den PC habe ich nicht mehr im Dauerbetrieb. Ich schalte ihn nur ein, wenn ich arbeite. Zum Teil nutze ich auch den sparsameren Tablet-PC.“

 

Familie Brauer: „Weil wir nur wenige Elektrogeräte haben, sparen wir bei der Beleuchtung. Ungenutzte Räume bleiben dunkel, wir haben sparsame Leuchtmittel angeschafft. Bei der Spülmaschine nutzen wir öfter das Kurzprogramm – das Geschirr wird trotzdem sauber. Und noch ein wichtiger Tipp: auf den Standby-Verbrauch achten.“

 

Familie Rueff: „Wir achten alle darauf, nicht gleich das Licht anzuschalten, sondern kurz zu überlegen, welche Lichtquelle wirklich nötig ist. Unser Energieberater hat uns ein Strommessgerät gebracht. Damit haben wir die Standby-Modus-Stromfresser entlarvt. Und wir haben Halogen- durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Die machen gemütliches Licht.“

 

Familie Platten: „Wir schalten Geräte nach Benutzung sofort aus, verwenden ausschaltbare Mehrfachstecker und bereiten das Bügeln vor: Also Wäsche erst glätten, dann zügig bügeln. Bei der Unterhaltungselektronik und beim Licht sparen wir bisher am meisten.“

 

Matthias Mayr, Katharina Khodos, Miriam Ströher und Tim Schuseil (von links): „Es lohnt sich fast immer, das Licht auszuschalten, auch wenn man den Raum nicht lange verlässt. Unsere elektrischen Zahnbürsten und die Handyakkus lassen wir jetzt nicht mehr dauerhaft an der Steckdose, wir tauen den Kühlschrank regelmäßig ab und nutzen den Backofen nicht unnötig. Wir haben uns eine neue Wasch- und eine neue Spülmaschine kaufen müssen und dabei sehr auf den Verbrauch geachtet. Das hätten wir ohne den Stadtwerke-Wettbewerb sicher nicht so ernst genommen.“

 

Oliver Gasser, Lorenz Pichler und Florian Federer (v. l.): „Wir schalten alle Geräte, die wir nicht brauchen, sofort ab oder stecken sie aus. Wir kochen effizienter und nutzen zum Beispiel den Wasserkocher: Er bringt das Wasser schneller zum Kochen als die Herdplatte. Wasch- und Spülmaschine lassen wir nur voll beladen laufen. Wir vermeiden zudem übermäßige Beleuchtung und haben alte Glühlampen ersetzt.“

Mark Bamberger, Christoph Meyer, Nele Balser und Alexander Kutschera (v. l.): „Es macht Spaß, Energie zu sparen – nach dem Motto: ‚Kleinvieh macht auch Mist'. Wir nutzen energieintensive Elektrogeräte wie den Trockner selten. Zudem haben wir ein monetäres Strafsystem eingeführt, um das Bewusstsein zu erhöhen und ein versehentliches Licht-brennen-lassen zu vermeiden.“ 

Weil der Strompreis immer weiter steigt, rentiert sich Energiebewusstsein immer mehr. Auch in diesem Jahr werden die Verbraucher nämlich wieder mehr für ihren Strom zahlen müssen.

Zum Jahreswechsel steigen die Preise nur leicht, bei vielen Anbietern bleiben sie vorerst sogar konstant. Das dürfte es aber für dieses Jahr noch nicht gewesen sein.

Das Verbraucherportal „Verivox“ hat die aktuellen Preise der wichtigsten Stromversorger verglichen und für Januar 2014 einen durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 28,28 Cent ausgerechnet. Damit sei der Strom jetzt rund drei Prozent teurer als 2013.

Für einen Musterhaushalt, der jährlich 4000 Kilowattstunden verbraucht, heißt das: 39 Euro mehr im Jahr. Im Moment halten sich die Energiekonzerne also zurück. Sie können sich Strom derzeit günstig beschaffen, der Preis an den Börsen fällt seit Jahren. Das geben sie jetzt auch an die Kunden weiter.

Vermutlich wird das aber nicht sehr lange herhalten. Der Grund: Steigende Kosten für Abgaben und Netzentgelte. Vor allem die EEG-Umlage lässt den Strom teurer werden.

Umlage, mit der Ökostrom subventioniert wird, lag bisher bei 5,28 Cent pro Kilowattstunde. In diesem Jahr werden etwa 20 Prozent mehr fällig: 6,24 Cent je Kilowattstunde.

Außerdem steigen die Entgelte für die Nutzung von Stromleitungen und -zählern. Spätestens in der zweiten Jahreshäfte dürften die Preise deshalb wieder deutlich steigen.

Dass jeder Strom sparen kann, wollen die Stadtwerke München mit einem Wettbewerb zeigen. Sie suchen den Energiespar-Meister. Die zwölf Teilnehmer des Wettbewerbs berichten in der AZ von ihren bisherigen Erfahrungen. Momentan ist Halbzeit, im Mai werden die Sieger bekannt gegeben. Die Zwischenbilanz zeigt: Da geht noch was.

 

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