Strieder und Görtler gegen Leverkusen Bayern-Debütanten: Derbyheld und Kroos’ Erbe

Die zwei Youngster gaben gegen Leverkusen ihr Profi-Debüt: Rico Strieder (l) und Lukas Görtler. Foto: firo/Augenklick

Guardiola setzte beim Spiel gegen Bayer leverkusen auf Strieder und Görtler von dem Amateuren. „Gefühl macht süchtig“

 

Leverkusen – Das Trikot mit der Nummer 39 – das trug doch Jahre lang beim FC Bayern? Richtig, Toni Kroos. Beim 0:2 in Leverkusen fand es einen Erben: Rico Strieder. Der 22-Jährige war die Überraschung in der Startelf. Der Kapitän der Regionalliga-Mannschaft (seit 2003 bei Bayern, kam damals vom TSV Arnbach), durfte im linken Mittelfeld ran.

Strieder wurde nach anfänglicher Nervosität immer mutiger. „Als ich erfahren habe, dass ich spiele, war es wie ein Schock – ein positiver“, sagte Strieder nach dem Spiel bei „fcb.tv“, „es war ein Super-Erlebnis und hat super viel Spaß gemacht.“ Am Ende ließen bei ihm die Kräfte nach. „Man darf nicht vergessen, dass Rico eigentlich ein zentralerer Spieler ist, dafür hat er das großartig gemacht“, lobte ihn Sportvorstand Matthias Sammer.

Nach 72 Minuten verhalf Pep Guardiola einem zweiten Viertliga-Spieler zum Bundesliga-Debüt: Lukas Görtler (20), der diese Saison zehn Treffer in 26 Partien für FC Bayern II erzielte – unter anderem das 1:0-Siegtor im Derby gegen 1860 II –, kam für Claudio Pizarro. Er rückte ins Sturmzentrum. „Lukas ist ein interessanter Spieler. Man hat in seinen ersten Aktionen gesehen, dass er ein sehr dynamischer Typ ist, ziemlich frech. Das hat er gut gemacht“, sagte Sammer. Görtlers energischer Antritt führte als Vorbereitung fast zum 1:1 durch Mario Götze.

Nach dem Spiel stand das Handy der beiden Debütanten nicht still. „Ich habe gerade draufgeschaut, es ist nicht mehr viel Akku drauf“, meinte Görtler, der sich riesig freute: „Wahnsinn! Es war unglaublich. Jetzt weiß ich auch, warum ich Fußball spiele und jeden Tag trainiere. Das Gefühl macht jeden süchtig, der einmal auf dem Platz stand.“

Görtler kam letzten Sommer ablösefrei von Eintracht Bamberg, hat einen Vertrag bis Juni 2016. Weitere Einsätze bei den Profis in den letzten drei Bundesliga-Spielen bis Saisonende sind bei ihm wahrscheinlicher als bei Strieder, da er Stürmer ist, Robert Lewandowski geschont werden muss und Pizarro nicht mehr fit genug für 90 Minuten ist. Und Strieder? Er fehlte die komplette Hinrunde wegen einer Hüftverletzung, sein Vertrag läuft aus. Tendenz: offen.

 

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