Streitfälle bei den Klubs Poker, Klagen und Randale: Die Bundesliga-Baustellen

Wegen einer angeblich ausstehenden Zahlung im Zuge des Transfers von Tobias Levels verklagt Borussia Mönchengladbach jetzt Fortuna Düsseldorf. Foto: firo

Poker, Klagen, Anschuldigungen, Fan-Randale – vor dem 19. Spieltag der Bundesliga geht es bei vielen Klubs heiß her. Die AZ zeigt die größten Streitfälle – und sagt, wie es jetzt weitergeht

 

STUTTGART - Besondere Begebenheiten erfordern besondere Maßnahmen. Und so griff Bruno Labbadia zum Schneeschieber, um den Trainingsplatz freizuräumen. Auch in der Woche vor dem Spiel gegen den FC Bayern am Sonntag (17.30 Uhr, Sky/Liga total!) drehte sich alles um die Frage: Wann verlängert der Trainer endlich seinen auslaufenden Vertrag? Die Verlängerung bis 2016 sei zwar nur noch Formsache, Vollzug aber konnte bis Donnerstagabend nicht gemeldet werden. Nur eine von vielen Baustellen, die es ligaweit gibt.

Gladbach verklagt Düsseldorf

Wegen einer angeblich ausstehenden Zahlung im Zuge des Transfers von Tobias Levels verklagt Borussia Mönchengladbach jetzt Fortuna Düsseldorf – ausgerechnet vor dem Derby am Samstag. „Uns stehen 50 000 Euro zu“, sagt Gladbach-Manager Max Eberl. Im April soll es einen Verhandlungstermin vor dem Landgericht geben.

Schalke lehnt Holtby-Angebot ab

Der Poker zwischen Schalke und Tottenham Hotspur um Nationalspieler Lewis Holtby geht in die nächste Runde. Der Bundesligist lehnte ein neues Angebot des Premier-League-Klubs ab. Tottenham hat Holtby ab kommender Saison unter Vertrag genommen, würde den 22-Jährigen aber gerne sofort verpflichten. „Tottenham hat das Angebot nur unwesentlich erhöht. Es ist aber immer noch nicht akzeptabel“, sagt Heldt. Auch eine Verpflichtung von Michel Bastos aus Lyon ist derzeit noch nicht in Sicht.

Wolfsburg legt Berufung ein

Der VfL Wolfsburg kämpft weiter um eine Reduzierung der Strafe für Josué. Der Klub legt Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts ein, das die Sperre von drei Spielen für den brasilianischen Mittelfeldspieler bestätigt hatte. Nun muss das DFB-Bundesgericht in der nächsten Woche entscheiden.

1899: Compper-Zoff eskaliert

Innenverteidiger Marvin Compper lässt seinen Rauswurf bei 1899 Hoffenheim nicht auf sich sitzen. „Es ist völliger Blödsinn zu behaupten, ich hätte keinen Bock auf Abstiegskampf“, sagte der 27-Jährige der Rhein-Neckar-Zeitung: „Ich lasse mich nicht in die Böse-Junge-Rolle drängen.“ Müllers Reaktion folgte prompt auf der Pressekonferenz: „„Mich kotzt es an. Nicht mit mir. Ich bin vier Monate hier und habe jetzt schon alles gesehen, wie es hier läuft.“

Die Nerven liegen blank. Der Klub hatte Compper, der seit 2008 für Hoffenheim aufläuft, am Dienstag vom Training mit den Profis suspendiert. Manager Andreas Müller hatte die Entscheidung mit Motivations- und Identifikationsproblemen des Verteidigers begründet.

Frankfurt kämpft gegen Randale

Weil die Unruhestifter auf den Rängen, die immer wieder mit Pyrotechnik negativ auffallen, das mühsame sportliche und wirtschaftliche Vorankommen des Klubs gefährden, hat Klubboss Heribert Bruchhagen einen verzweifelten Hilfeschrei abgesetzt. „Wir haben alles getan. Wir brauchen die Unterstützung aller, auch der vernünftigen Fans.“ Eine so genannte „Absetzbewegung" soll zum Heimspiel gegen Hoffenheim erreicht werden. Will heißen: Die friedlichen Fans sollen die Störenfriede ausgrenzen.

Zuletzt waren die Frankfurt-Fans beim Auswärtsspiel in Leverkusen negativ aufgefallen. Die Partie musste unterbrochen werden.

Trainings-Eklat bei Werder

Eljero Elia war unter der Woche beim Training heftig von Verteidiger Assani Lukimya umgegrätscht worden. Kevin de Bruyne regte sich über die Aktion dermaßen auf, dass ihn Trainer Thomas Schaaf erst in einem intensiven Vier-Augen-Gespräch beruhigen konnte.

 

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