Streit wegen Alkohol in Münchner Innenstadt Viktualienmarkt: Bald kein Bier mehr am Brunnen?

Am Liesl-Karlstadt-Brunnen am Viktualienmarkt soll der Alkoholkonsum eingeschränkt werden, so die Forderung. Foto: CC BY-SA 4.0/Chabe01

Die CSU will den Alkoholkonsum auf dem Gelände des beliebten Viktualienmarktes einschränken - zum Schutz der Händler.

München - An schönen Tagen ein Feierabendbier auf dem Viktualienmarkt, dagegen ist nichts einzuwenden, findet auch die Stadtrats-CSU. Was laut der Partei allerdings nicht in Ordnung ist, sind Trinkgelage, die den Marktbetrieb stören. Deshalb hat die CSU für den Ferienausschuss in zwei Wochen einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Das Ziel: den Alkoholkonsum auf dem Marktgelände einschränken.

Platzverweise am Viktualienmarkt sind unwirksam

Stein des Anstoßes ist eine Gruppe, die sich vor allem am Liesl-Karlstadt-Brunnen trifft, um hier ihr Bier zu trinken, und die sich laut CSU dabei nicht immer friedlich verhält: "Diese Art der Zusammenkünfte hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr hinnehmbar sind", heißt es in dem Antrag. Und weiter: "Sie stören nicht nur den laufenden Marktbetrieb mit ihren Saufgelagen, sondern drohen Händlern Handgreiflichkeiten an, wenn diese sich gegen die Belagerung wehren wollen."

Die Beteiligten würden laut CSU ihr Bier in dem Brunnen kühlen, außerdem vermutet die Partei, dass sie die Getränke unerlaubterweise auch verkaufen. Dem beizukommen ist laut CSU-Antrag derzeit nicht einfach: "Platzverweise sind momentan nicht wirksam und die Polizei hat keine richtige Handhabe zum Eingreifen, solange keine echte Ordnungswidrigkeit begangen wurde", heißt es.

"Das Maß ist voll"

Lösen möchte die CSU das Problem deshalb nun mit einer Änderung der Markthallen-Satzung. Das Regelwerk könnte dann, ähnlich wie die Satzung für die Fußgängerzone, Alkoholausschank und -konsum außerhalb der Gastronomie- und Freischankflächen verbieten. Zudem wolle man prüfen lassen, ob nicht auch der neue Kommunale Außendienst zur Überwachung der Lage am Viktualienmarkt eingesetzt werden könnte.

Hans Theiss, der den Antrag mit auf den Weg gebracht hat, sagt dazu: "Das Maß ist voll! Wir müssen daher die nötigen Grundlagen schaffen, um Störern Einhalt zu gebieten. Schließlich profitieren wir alle von einem friedlichen Miteinander auf dem Viktualienmarkt!"

 

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