Streit über Energiewende Bayerns SPD-Chef: "Mindestens" eine Stromtrasse!

Muss nicht lange überlegen: Für SPD-Landeschef Florian Pronold ist klar, wie die Stromversorgung Bayerns sichergestellt werden sollte. Foto: dapd

Wie viel ist zwei minus X? Während die CSU rätselt, wie sich die Formel für die Energiewende lösen lässt, steht für die Sozialdemokraten fest: Mindestens eine Trasse sei notwendig.

 

München - Für SPD-Landeschef Florian Pronold ist die Sache völlig klar: Bayern brauche mindestens eine neue Höchstspannungstrasse. Er sei sich tausendprozentig sicher, dass Defizite im Leitungsnetz behoben werden müssten, sagte er heute in München. Die langwierigen Diskussionen der Staatsregierung sieht Pronold kritisch. Er fordert jetzt schnellst möglich Klarheit.

Nicht viel abgewinnen kann der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium dem  Bau mehrerer neuer Gaskraftwerke - wie das Ministerpräsident Horst Seehofer und die CSU favorisiert. "Ist das eine sichere, bezahlbare Energieversorgung für die Zukunft?", fragte er mit Blick auf die Gaslieferungen aus Russland und der Ukraine. Zudem mahnte Pronold, bei der Energiewende Deutschland als Ganzes im Blick zu haben.

Wie die Energiewende in Bayern gelingen soll, darüber sollte eigentlich längst Klarheit herrschen. In einem dreimonatigen "Energie-Dialog" sollte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) eine Lösung erarbeiten. Doch Ergebnis war ihre Formel "Zwei minus X" - eine verklausulierte Botschaft an Parteichef Horst Seehofer: Das Problem soll er mal selber lösen. Während des Energie-Dialogs bremste der Ministerpräsident Aigner ein ums andere mal ein.

 

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