Streit in der Sonnenstraße Darf Scientology hier für sich werben?

Umstritten: ein Infostand von Scientology auf der Sonnenstraße. Aktuell ist der Stand abgebaut. Foto: privat

Geschäftsleute an der Sonnenstraße stört die "aggressive Werbung" an einem Infostand von Scientology vor ihren Läden. Jetzt will sich der Bezirksausschuss kümmern. 

 

Ludwigsvorstadt - Der Streit, ob Scientology weiter mit einem Infostand an der Sonnenstraße für sich werben darf, geht in die nächste Runde. Nach einer Beschwerde einer Bürgerin und seitens einiger Geschäftsleute will der Bezirksausschuss sich jetzt mit der Angelegenheit befassen. In der nächsten BA-Sitzung am kommenden Dienstag, 4. Juni, soll die Beschwerde diskutiert werden.

Darum geht es: Geschäftsleute der Sonnenstraße 16 und 18 hatten sich wie berichtet beschwert, ihr Klientel sei durch einen Infostand von Scientology unten auf der Straße vor den Läden belästigt worden. Kunden zum Beispiel der Arztpraxen im Haus würden sich durch die Menschenansammlung und das Stimmengewirr gestört fühlen. Auch hätten sich Passanten bedroht gefühlt, wenn sie unten auf der Straße angesprochen werden. 

Scientology hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Es habe nur "ein einziges Mal" einen Infostand in der Sonnenstraße gegeben. Eine "aggressive und belästigende Werbung" finde nicht statt. Das verbiete der "strikte Verhaltenskodex" der Gemeinschaft, so Sprecherin Uta Eilzer vom "Büro für öffentliche Angelegenheiten".

Momentan ist der umstrittene Infostand an der Sonnenstraße erst einmal abgezogen. Was danach passiert, ist noch unklar. Der zweite stellvertretende Vorsitzende im BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Peter Körner (SPD) am Dienstag zur AZ: "Wir geben die Beschwerde weiter ans KVR, damit man dort der Sache weiter nachgeht."

 

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