Straßenwert von 140.000 Euro Giesing: Großer Drogen-Deal aufgeflogen - 2,8 Kilo Heroin sichergestellt

, aktualisiert am 14.03.2018 - 18:46 Uhr
In Giesing wurde ein großer Drogendeal vereitelt. Foto: dpa

Dank eines anonymen Hinweises konnte die Polizei drei Drogendealer festnemen. Der Straßenwert des aufgefundenen Heroins beträgt über 140.000 Euro.

Giesing - Seine Tarnung im alltäglichen Leben war nahezu perfekt: Der 27-Jährige arbeitete als Koch. Drogenfahnder nahmen ihn nun aber fest, nachdem er einem Tierpfleger in Ramersdorf Heroin verkauft hat.

Der Koch hatte sich in einem Hotel in Pasing einquartiert. Dort hatte er nach Polizeiinformationen seine geheime Vertriebszentrale. Er mischte den Stoff mit Streckmittel, packte das Heroin portionsweise in Plastik ab, um es dann auf der Straße weiter zu verkaufen.

Als Polizisten das Zimmer vor einigen Tagen durchsuchten, fanden sie ein Kilogramm Heroin – verschnitten und bereits verpackt in kleinen Portionen, fertig zum Verkauf. 600 Gramm reinstes Heroin hatte der Händler noch auf Lager.

Insgesamt stellten die Drogenfahnder 2,8 Kilo Heroin sicher – im Straßenverkaufswert von rund 140.000 Euro. Fünf Gramm Heroin kosten in München auf dem Schwarzmarkt 250 Euro. In dem Hotelzimmer lagen zudem mehr als 10.000 Euro in bar, Streckmittel, Verpackungsmaterial und eine Feinwaage.

Dem Dealer drohen bis zu fünf Jahren Haft

Der 27-Jährige fühlte sich in seinem Versteck offenbar absolut sicher. Waffen wurden keine sichergestellt.

Zum Verhängnis wurde dem Koch ein Deal in Ramersdorf: In der Melusinenstraße verkaufte er am 9. März an einen Tierpfleger zwölf Gramm Heroin. Der 47-Jährige wurde von der Polizei erwischt – so kamen die Ermittler dem Koch auf die Spur. An der U-Bahnstation Karl-Preis-Platz stellten die Fahnder dem 27-Jährigen eine Falle. Er wurde festgenommen, mit ihm eine Kundin. Die 36-jährige Münchnerin hatte ebenfalls zwölf Gramm Heroin gekauft.

Bei dem Koch wurde der Schlüssel für ein Zimmer in einem Pasinger Hotel gefunden. Mit einem richterlichen Beschluss durchsuchten die Polizisten das Zimmer.

Nach Paragraf 29a Betäubungsmittelgesetz droht dem Koch vor Gericht im Fall einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren.

 

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