Straßennamen in Schwabing Bayernkaserne: Frauen vor!

Nach Frauen benannte Straßen sind in München eindeutig in der Minderheit. Noch! Foto: dpa

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne entsteht ein neues Mega-Viertel. Jetzt fehlen nur noch Straßennamen - und da gilt wohl die Frauenquote

 

Schwabing - Wohnungen für 7500 Münchner. Dazu noch neun Kitas und zwei Schulen, eine Feuerwache und ein Einzelhandels-Zentrum. Außerdem ein Pflegeheim mit rund 130 Plätzen und zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften.

Auf dem Areal der ehemaligen Bayernkaserne ist also alles geplant - oder fast! Den neuen Straßen fehlt noch was. „Etwa sechs oder sieben“ suchen laut Kommunalreferatssprecher Bernd Plank hier nach einem Namen. Geht es nach der Stadt, sollen sie nach Frauen benannt werden.

Genauer gesagt: nach Politikerinnen. Hintergrund: Die meisten nach Personen benannten Münchner Straßen tragen Namen von Männern. Von 6129 Straßen sind 2774 nach Männern und 288 nach Frauen benannt – also knapp ein Zehntel.

Seit 2004 will der Kommunalausschuss deshalb weiblichen Persönlichkeiten bei der Benennung von Straßen nach Möglichkeit Vorrang gewähren. Aber das ist nicht so leicht.

In einem Bericht des Kommunalreferats von 2011 heißt es: „Nach wie vor beziehen sich die Wünsche nach einer Ehrung von Persönlichkeiten durch eine Straßenbenennung sowohl von privater Seite als auch seitens der Bezirksausschüsse und aus den Reihen des Stadtrats fast ausschließlich auf Männer.“

Der Kommunalausschuss des Stadtrates hat jetzt beschlossen, künftig noch mehr auf Frauennamen zu achten. Das zuständige Vermessungsamt hat da mehrere Stadtquartiere im Visier: Die Neubauten an der Hochäckerstraße in Ramersdorf-Perlach, das Gebiet in Aubing-Ost und die Bayernkaserne.

 

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