Straßenbahn überfallen Auf der Maximiliansbrücke: Schüsse auf Tram?

Wurde geschossen oder doch mit einem anderen Gegenstand geworfen? Das versuchen die Ermittler der Spurensicherung am Donnerstagabend herauszufinden. Dazu untersuchen sie die Schienen auf der Maximiliansbrücke... Foto: Marc Müller, dpa

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Zunächst geht sie davon aus, dass ein Unbekannter auf den Zug der Linie 19 schoss. Die Brücke wird sofort gesperrt.

 

München - Die Alarmmeldung erreichte die Polizei um 17.10 Uhr: „Schuss auf eine Tram“. Sofort rasten alle im Zentrum verfügbaren Streifenwagen zum Tatort:

Eine Tram der Linie 19 stadteinwärts, die mitten auf der Maximiliansbrücke stand, unmittelbar unterhalb des Maximilianeums – mit einem Loch in der Scheibe. Wurde die Tram wirklich beschossen?

Fakt ist: Eine Zeugin in der Tram hatte beobachtet, wie etwas mit einem Knall gegen eine Scheibe prallte. Daraufhin habe sie einen Mann mit einer mutmaßlichen Waffe in die Dunkelheit flüchten sehen.

Die Polizei sperrte die Brücke gestern Abend für den Verkehr. Die Spurensicherung suchte in der Tram und auf der Brücke nach verwertbaren Spuren. Die Zeugenbefragung gestaltete sich etwas schwierig: Viele Fahrgäste hatten die Tram kurz nach dem erzwungenen Stopp einfach verlassen – sie wollten nach der Arbeit offenbar nur schnell nach Hause.

Zum Glück ist durch den Scheibenbruch niemand verletzt worden. Gegen 20 Uhr relativierte die Polizei die ersten Angaben. Derzeit sei es noch nicht gesichert, dass es sich um einen oder mehrere Schüsse handelte, so ein Polizeisprecher zur AZ. So bleibt der Hintergrund der Tat noch völlig offen.

Möglicherweise habe es sich um Schüsse aus einer Luftdruckwaffe gehandelt, so ein Polizeisprecher. auch ein Steinwurf gilt nicht als ausgeschlosssen.

 

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