Straßen Holterdiepolter an der Kampenwand

Zwischen Chiemsee und Kampenwand wählt die SPD die übelsten Schlaglöcher. Foto: az

Die SPD wählt die übelsten Schlaglöcher des Freistaats – und Oberbayern gewinnt.

 

FRASDORF - Die Gegend rund um die Staatsstraße 2093 ist wunderschön: Hier zeigt sich die Natur zwischen Chiemsee und Kampenwand von ihrer schönsten Seite, Autofahrer haben viel zu schauen. Gut so, weil: Unten, auf dem Asphalt, da schaut’s ganz übel aus.

Die Straße zwischen Frasdorf und Prien (Kreis Rosenheim) ist die marodeste in ganz Bayern. Sie gewann bei der Aktion „Holterdiepolter“ der SPD und des Automobilclubs ACE den goldenen „Schlagloch-Oscar“ 2012. Die Strecke habe „Mountainbike“-Qualität, urteilten die Tester.

Seit September 2011 suchte die Jury die schlimmsten Schlagloch-Pisten der sieben Regierungsbezirke. Hunderte Einwohner sandten Vorschläge ein, die Tester fuhren selbst Straßen ab. Dass viele Straßen schlecht ausschauen, schiebt die SPD der Regierung in die Schuhe. Fast zwei Drittel der 13500 Kilometer langen Staatsstraßen in Bayern seien in sehr schlechtem Zustand.

Das Geld im Haushalt reiche hinten und vorne nicht. Das zuständige Innenministerium sagte auf AZ-Anfrage, es seien 125 Millionen Euro für Staatsstraßen vorgesehen – 90 Millionen allein für die Bestandserhaltung.

 

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