Stimmen zur 1860-Pleite gegen Fürth Löwen-Stürmer Mölders: "So kann Fußball sein..."

Wusste auch nicht so recht, wieso die Löwen trotz besserer Chancen und einem klaren spielerischen Übergewicht als Verlierer vom Platz gingen: Stürmer Sascha Mölders. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach der Niederlage der Sechzger gegen Greuther Fürth versuchen Trainer und Spieler, das Positive hervorzuheben. Mauersberger erklärt das Gegentor, Mölders rechtfertigt die „Brechstangen“-Taktik. Die AZ hat die Stimmen zum Spiel.

 
München – „Wir müssen die Köpfe oben halten.“ Stürmer Sascha Mölders, der stark spielte, geht nach dem 0:1 des TSV 1860 gegen Greuther Fürth auch nach dem Spiel voran und fordert, die positive Einstellung nicht zu verlieren. Sein Trainer, Benno Möhlmann, kritisiert zwar, wie das Gegentor zustande kam, sieht aber ebenfalls viele positive Erkenntnisse. Neutral gesehen, vermisst man mehr Selbstkritik bei den Löwen. Schließlich holten diese mitten im Abstiegskampf zuletzt nur einen Punkt aus vier Partien. Die AZ hat die Stimmen zum Spiel:
 
 
Trainer Benno Möhlmann über…
 
… die Überlegenheit der Sechzger im Spiel: „Das Ergebnis steht auch noch morgen, die drei Punkte für Fürth stehen auch noch morgen und für die 12:0-Ecken können wir uns nix für kaufen.“
 
… die negativen Erkenntnisse: „Wir waren leider nicht von der ersten Sekunde an griffig und wach. Wir haben einen langen Ball zugelassen, der letztlich auch zum Tor führte und das Spiel damit entschieden hat.“
 
… die positiven Erkenntnisse: „Gut war, dass wir schnell wieder im Spiel waren, läuferisch, kämpferisch und auch fußballerisch das gezeigt haben, was absolut notwendig ist im Abstiegskampf. Das ist das, was wir mitnehmen können, das müssen wir auch in den nächsten Spielen von der ersten Sekunde an auf den Platz bringen. Dann werden wir unser Ziel erreichen.“
 
 
Sascha Mölders: So kann Fußball sein. Die bessere Mannschaft hat verloren. Wir hatten gute Chancen und bis zur letzten Sekunde versucht, nicht zu verlieren. Das ist uns leider nicht geglückt. Wir müssen die Köpfe hochheben, stehen immer noch auf dem Relegationsplatz. Am Ende kam sogar noch ein Innenverteidiger, da waren wir mit vier Mann vorne. Da kommt der lange Ball, weil man versucht, die Brechstange rauszuholen. Da geht es nicht mehr um Fußball. Da versucht man irgendwie, den Ausgleich zu erzielen. Die Fans haben honoriert, dass wir bis zur letzten Sekunde alles gegeben haben. Nichtsdestotrotz werden wir die Köpfe oben behalten und dann haben wir nächste Woche ein ganz wichtiges Spiel.“
 
 
Jan Mauersberger über...
 
… die Gründe für die Niederlage: „Ich habe gehört, dass wir 12:0-Ecken hatten. Im letzten Spiel hatten wir kaum Eckbälle, waren aber effektiver. Aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, macht Mut. Jeder war für jeden da, wir haben als Team agiert, haben führt bekämpft, waren aggressiv. Es war alles da, was man eigentlich braucht, um zu gewinnen. Nur die Effektivität war nicht da, dass entscheidend meistens die Spiele. Aber wenn wir die restlichen fünf Spiele so weiterspielen, werden wir die nötigen Punkte holen. Fürth war heute schlagbar. Bis auf die eine Aktion beim Gegentor haben wir wenig zugelassen, sehr bitter, dass das das Spiel entschieden hat. Das darf uns aber jetzt nicht interessieren. Wir können aus eigener Kraft weiter den Relegationsplatz, wenn nicht sogar den Nichtabstiegsplatz erreichen.“
 
… „das 0:4 des direkten Konkurrenten SC Paderborn gegen Union Berlin: „Auch das Torverhältnis kann irgendwann entscheidend sein, aber letztlich geht es um Punkte.“
 
… die Fehler vor dem Gegentor: „Wir wollen vorne auf den Ballführenden schieben, dann geht der Ball die ganze Linie entlang und die Flanke können wir dann nicht mehr verhindern. Im Zentrum sind wir dann nicht gestaffelt. Natürlich ist das eine Verkettung von Fehlern, wir werden das analysieren. Aber klar, im Endeffekt kostet uns das das Spiel.“
 
… die offensive Spielausrichtung der Außenverteidiger, die das Gegentor begünstigte: „Dass sich die Außenverteidiger natürlich mit nach vorne einschalten und im Spielaufbau hochstehen, ist schon seit mehreren Spielen der Fall. Heute haben sie (Kagelmacher und Yegenoglu, d. Red.) grundsätzlich gut gemacht, viele Situationen durch Flanken herbeigeführt.“
 
… die ungebrochene Unterstützung der 1860-Fans: „Es waren leider nur 18.000 da. Nächstes Mal kommen vielleicht 20.000, wenn wir auch so in Duisburg auftreten. Sie haben gesehen, dass wir gefightet haben, dass wir alles dafür getan haben, dass wir hier heute nicht verlieren. Das wurde honoriert. Alle haben gemerkt: Diesen Weg können wir nur gemeinsam gehen.“
 
Fürth-Trainer Stefan Ruthenbeck: „Positiv ist: Wir haben die 40 Punkte erreicht. Ansonsten war es schwierig heute. Wir hatten für uns eine Schwachstelle ausgemacht, das ging beim frühen Führungstreffer auf.“
 

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