Stimmen zum TSV 1860 Mauersberger schwärmt von Fans: "Das geht unter die Haut"

Die blaue Wand: 14.000 Fans waren in Nürnberg im Stadion. Foto: imago

Daniel Bierofka kritisiert wegen eines verhängnisvollen Rückpasses, Jan Mauersberger lobt die Löwen-Fans. Und Simon Seferings ist glücklich über sein Pflichtspiel-Comeback. Die AZ hat die Stimmen zum Unentschieden des TSV 1860 beim 1. FC Nürnberg II.

 

Nürnberg - Da war mehr drin: Der TSV 1860 verspielte in der Regionalliga Bayern beim 1. FC Nürnberg II (2:2) nach Führung zwei weitere Punkte. Nach dem Spiel ärgerte sich Löwen-Coach Daniel Bierofka besonders über einen verhängnisvollen Rückpass, Jan Mauersberger war begeistert von den Fans - und Simon Seferings vom eigenen Comeback. Die Reaktionen.

Bierofka: "Dann kommt der unglückliche Rückpass"

Daniel Bierofka: "Wir waren sehr gut im Spiel, haben wenig zugelassen. Dann kommt der unglückliche Rückpass von Eric Weeger. Das 1:2 fällt und der Gegner glaubt wieder an sich, das war unglücklich von uns."

… zum Platzverweis von Felix Weber: "Es war äußerst unglücklich vom Vierten Offiziellen. Der Felix hat mir gesagt, dass der ihm gesagt habe, er dürfe rein. Unglücklich. Auch mein Betreuer stand dabei. Der Vierte sagt ja. Dann bekommt er die Gelb-rote Karte und wir müssen mit einem Mann weniger verteidigen und hinten raus froh sein, dass wir den Punkt noch mitnehmen."

… zur Entscheidung Ziereis auf die Bank zu setzen: "Wir haben ein anderes System (4-1-4-1, d. Red.) gespielt, weil wir vermutet hatten, dass Nürnberg in einem 4-3-3 spielt. Bei einem 4-4-2 hätten wir weitaus weniger Zugriff bekommen auf den Gegner. Deswegen war das die bessere Option. Simon Seferings hatte zudem bewiesen, dass er Tore schießen kann."

Mauersberger: "Müssen noch erwachsener werden"

Jan Mauersberger: "Am Ende mussten wir nicht nur gegen Nürnberg ankämpfen, sondern auch noch gegen andere (Schiedsrichter, d. Red.). Diese Situation ist für mich sowas von unverständlich. Felix war draußen, ich wusste nicht, was er kurz von der Bank gebraucht hat, vielleicht eine Behandlung. Aber er steht ja immer noch draußen. So, wie er es geschildert hatte, ist er wohl einen Meter kurz reingelaufen, weil der Vierte Offizielle gesagt hatte: ‚Okay‘. Dann soll dieser plötzlich ‚nein, nein, nein‘ gesagt haben, dann ist der Felix wieder zurück, stand aber noch auf dem Feld. Dann winkt der Vierte Offizielle den Schiedsrichter her, und der stellt ihn vom Platz. Das ist nicht nur unsouverän gelöst. Eigentlich gibt es dafür Worte, aber wenn ich die sage, darf ich das nächste Spiel wahrscheinlich auch nicht spielen."

…über eigene Fehler: "Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Wir haben die erste halbe Stunde sehr souverän gespielt, zwei schöne Tore geschossen. Wir müssen aber noch abgezockter, erwachsener werden, dürfen kurz vor der Halbzeit nichts mehr anbrennen lassen, müssen vielleicht ein bisschen mit der Uhr spielen, mal für einen Einwurf oder einen Abstoß oder einen Freistoß zehn Sekunden länger brauchen. Das ist ein Thema, das mir in der Hinrunde schon öfters aufgefallen ist."

Lesen Sie hier: Löwen-Spiel gegen Buchbach wird erneut verschoben

…über den Ausgleich: "Er läuft von außerhalb des Sechzehners rein. Da wir mit einem Mann in Unterzahl sind und versuchen, die rechte Flanke zu verteidigen, fehlt dann halt einer. Das haben wir in der Situation leider nicht ausgleichen können. Deswegen ist das Tor gefallen."

…über die Kulisse: "Es war richtig geil. Deswegen ist es sehr, sehr schade, dass wir unseren Fans keine drei Punkte schenken konnten. Was sie wieder geleistet haben, was sie die ganze Saison schon leisten, geht unter die Haut. Da können wir als Verein stolz sein, dass wir solche Fans haben."

…über Simon Seferings: "Für ihn ist das natürlich eine schöne Geschichte. Er kommt zurück nach solch einer langen Verletzungszeit, schießt ein schönes Tor. Er ist ein guter Junge.“

Seferings: "Heimspiel in Nürnberg"

Simon Seferings: "Wenn man nach so langer Zeit wieder in der Startelf steht und direkt trifft, ist es das schönste Gefühl überhaupt."

…über den verspielten Sieg: "Wie das passieren konnte, müssen wir analysieren. Aber: Wenn du 2:0 führst, solltest du das auch über die Zeit bringen. Wir haben noch die Chance auf das 3:1, wenn wir das machen, gewinnen wir. Aber so läuft das Spiel dann in die falsche Richtung. Wir haben uns im Spielaufbau schwer getan, hätten die Bälle öfter hinter die Kette spielen müssen. Da waren viele Räume offen, die wir hätten vielleicht nutzen sollen. Aber gut: Es ist ein Punkt. Wir halten Nürnberg auf Distanz, und das ist erstmal das Wichtigste. Auch, dass wir das 2:3 nicht bekommen haben."

…über die Kulisse: "Unglaublich. Heimspiel in Nürnberg. Unsere Fans sind unglaublich, einmalig."

 

21 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading