Stimmen zum Sieg im DFB-Pokal Hummels: Elfer war "Königin der Konzessionsentscheidungen"

Die Entscheidung: Sven Ulreich hält Timo Werners Elfmeter. Der FC Bayern gewinnt. Foto: dpa

Das war ein hartes Stück Arbeit für den FC Bayern München. Gegen Leipzig fällt erst im Elfmeterschießen die Entscheidung. Die Stimmen zum Spiel.

 

Leipzig - Spannend war's, umkämpft war's: Der mühsame Sieg der Bayern in Leipzig. Am Ende musste die Lotterie Elfmeterschießen entscheiden. Einer der Knackpunkte des Spiels war sicherlich der erst gegebene, dann zurückgenommen Elfmeter für Leipzig in der ersten Halbzeit, nach einem Vidal-Foul.

Die Leipziger protestierten (in Person von Ralf Ragnick sogar mit dem Handy als Video-Beweis), die Bayern waren wohl froh, dass es mit 0:0 in die Pause ging. Die Stimmen zum Spiel.

Mats Hummels bei Sky zum Spiel: "Wir haben in der ersten Halbzeit viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung gehabt. Das war eklatant. Da haben wir viele brandgefährliche Konter zugelassen. Sie haben Hochgeschwindigkeitsfußballer, die wirklich hervorragende Konter spielen. Da war Leipzig die bessere Mannschaft, da hätten sie das 1:0 machen können oder müssen. Heute haben wir in einigen Situationen das nötige Glück gehabt. Allgemein sind wir in einer besseren körperlichen Verfassung und spielen auch besseren Fußball. Es ist aber noch nicht so, dass wir alles an die Wand spielen. Ganz im Gegenteil, wir müssen hart kämpfen für unsere Punkte."

... zum Elfmeter für Leipzig: "Aus meiner Sicht war das die Königin der Konzessionsentscheidungen. Das habe ich Herrn Zwayer auch so gesagt. Ich glaube, dass er wusste, dass er vielleicht einen geben musste."

... zur Diskussion mit Ralf Rangnick: "Es geht nicht, dass er mit dem Handy zum Schiedsrichter geht, um in Szenen zu zeigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist. Sonst haben die Schiedsrichter demnächst in der Halbzeit nur noch Verantwortliche um die Ohren, die ihnen Szenen zeigen wollen. Ich habe Herrn Rangnick gesagt, dass er das nicht nötig hat und das es unsportlich ist. Es war relativ sachlich von meiner Seite aus. Es gab dann ja auch nicht für mich ein Innenraumverbot."

Sven Ulreich: "Natürlich ist es für uns schön, für Timo ist das nicht so toll. Das ist leider Fußball. Manchmal ist man der gefeierte Held, manchmal ist man der Depp. Ich kenne das Gefühl auch, aber so ist es leider im Fußball."

Die Leipzig-Stimmen

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig) zur Niederlage: "Über die Leistung meiner Mannschaft bin ich nicht enttäuscht. Es war unfassbar, was sie für einen heroischen Kampf geliefert haben. Das möchten die Zuschauer von uns sehen. Ich kann nur den Hut ziehen vor den Jungs. Es ist vollkommen verständlich, dass sie jetzt sehr gefrustet in der Kabine sitzen."

... zum nicht gegebenen Elfmeter in der ersten Halbzeit: "Eine Entscheidung, die ein Schiedsrichter aus drei Metern Entfernung trifft und sich dann aus 40 Metern Entfernung überstimmen lässt – dann muss ich mich schon fragen, wieso ich als Schiedsrichter auf dem Platz stehe. Er hat die Entscheidung aus voller Überzeugung getroffen und lässt dann überstimmen aus 40 Metern Entfernung. Er hat das Niveau des Spiels leider Gottes nicht halten können."

... zu Schiedsrichter Felix Zwayer: "Ein über 55 Minuten überragendes Spiel wurde in einem Moment zerstört. Das wollen die Zuschauer dann nicht mehr sehen. Die zweite Gelbe Karte für Naby Keita war mit ein bisschen Fingerspitzengefühl nicht zu geben. Naby Keita bekommt für das erste Foul Gelb und wird davor dreimal gefoult ohne Konsequenzen. Das Messen mit zweierlei Maß ist für mich nur ganz schwer zu verkraften. Deswegen bin ich heute furchtbar enttäuscht, das hat die Mannschaft einfach nicht verdient. Es ist eine Tatsache, dass man in so einem Spiel solche Rückschläge einfach nicht wegstecken kann. Es ist so schon schwierig genug, gegen den FC Bayern zu gewinnen, aber ich glaube, das hätten wir heute im Kreuz gehabt."

 

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