Stimmen zum Anderlecht-Sieg Heynckes: "Haben in der ersten Halbzeit sehr schlecht gespielt"

, aktualisiert am 23.11.2017 - 09:28 Uhr
Der FC Bayern gewinnt - aber zufrieden ist eigentlich niemand. Foto: dpa

Der FC Bayern siegt, wenn auch glanzlos, gegen RSC Anderlecht und bleibt im nächsten Spiel unter Jupp Heynckes unbesiegt. Zufrieden waren weder Spieler, noch Trainer. Die Stimmen zum 2:1-Sieg. 

 

Brüssel - 2:1 hieß es am Ende gegen RSC Anderlecht. Damit bleibt der FC Bayern München unter Jupp Heynckes weiter unbesiegt. Wie? Das fragt man am besten nicht. Wirklich zufrieden ist niemand. Die Stimmen. 

Jupp Heynckes ... 

... zum Spiel: "Das hat man immer wieder einmal. Der RSC Anderlecht hat vor einigen Wochen den Trainer gewechselt. Seitdem spielt die Mannschaft viel aggressiver, laufstärker und mit mehr Selbstvertrauen. Ich muss der gegnerischen Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie haben so gespielt, wie man ein Champions-League-Spiel angehen muss. Wir sind zu unbekümmert ins Spiel gegangen und haben gedacht, dass wir das locker runterspielen. Aber das kann man heute nicht mehr. Das hat mit Konzentration zu tun. Dass wir hier 2:1 gewonnen haben, das war kein Ruhmesblatt."

... zur Lautstärke bei seiner Ansprache in der Halbzeitpause: "Es ist doch klar, dass ich in der Halbzeitpause ein paar Anweisungen geben musste. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schlecht gespielt. Die Mannschaft war in der ersten Halbzeit nicht wiederzuerkennen. Dann muss man die Dinge ganz deutlich ansprechen."

... zur Verletzung von Thiago und Arjen Robben: "Thiago hatte schon eine Verletzung von der Länderspielreise mitgebracht. Da waren die Bänder betroffen, aber vor dem Spiel war er beschwerdefrei. Er hat wohl schon eine schwere Muskelverletzung. Arjen Robben glaubt nicht, dass es ganz so schlimm ist. Für den Moment können wir uns keine Ausfälle mehr leisten, die Decke wird immer dünner."

Jérôme Boateng ...

... über den Spielverlauf: "Wir haben die erste Halbzeit total verpennt. Die zweite Halbzeit war am Anfang besser, dann wurde es wieder schlechter. Das ist nicht unser Anspruch. Wir haben das Spiel nicht angenommen."

Sven Ulreich ...

... zum Spiel: "Es war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit die Zweikämpfe nicht gefunden. Über das ganze Spiel hinweg waren wir nicht stark beim Passen. Damit sind wir nicht zufrieden, und das müssen wir einfach abstellen."

... zu seiner Leistung: "Natürlich freut man sich, wenn man die Bälle gehalten hat. Genauso ärgert man sich über kleine Fehler im Aufbau. Ich bin trotzdem froh, dass ich ein- bis zweimal gut halten konnte."

... zur Kabinenansprache von Jupp Heynckes in der Halbzeitpause: "Es ist klar, dass er nach der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. Dann kann er auch lauter werden. Es war klar, dass wir so nicht weitermachen können."

... zur Leistung von Debütant Marco Friedl: "Es ist immer schwer, wenn du bei so einem Spiel reinkommst. Er hat seine Aufgaben super gelöst. Kompliment dafür."

Marco Friedl ...

... bei Sky zu seinem ersten Spiel: "Ich habe es gestern nach dem Abschlusstraining erfahren. Da ist der Trainer auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir das zutraue. Ein bisschen geträumt habe ich vergangene Nacht schon. Über den ganzen Tag hinaus hatte ich eine gewisse Anspannung und Nervosität in mir. Ich habe mich sehr gefreut, und es war eine ordentliche Leistung."

Robert Lewandowski ...

... zum Spiel: "Wir haben offensiv zu passiv gespielt. Es ist klar, dass es kein perfektes Spiel von uns war. Aber am Ende haben wir die drei Punkte. Insgesamt war das für Bayern viel zu wenig."

Hasan Salihamidzic ...

... zum Startelf-Debüt von Marco Friedl (vor dem Spiel): "Die Champions League ist eine tolle Bühne, um sich zu zeigen. Es gibt aber kein Druck für ihn, er ist ein junger Kerl. Der Trainer hat ihm sein volles Vertrauen ausgesprochen. Er soll einfach reingehen und sich einfügen. Die Jungs werden ihn schon mitreißen."

... zur vorzeitigen Vertragsverlängerung von Joshua Kimmich (vor dem Spiel): "Wir sind in sehr guten Gesprächen mit seinem Berater Herrn Ferber, der übrigens ein ganz netter Mann ist. Bei diesem Jungen brauchen wir uns keine Gedanken machen, dass er weggeht. Er weiß ganz genau, was er am FC Bayern hat und der FC Bayern wert ist. Wir werden ein gutes Ergebnis bekommen."

Hein Vanhaezebrouck ...

... der Anderlecht-Trainer über den Unterschied zwischen seinem Team und den Bayern:  "Wenn wir die 90 Minuten nehmen, war das die beste leistung bis dahin. Wir haben zwei Halbzeiten um zu treffen und wir hatten einige große Möglichkeiten. Uns fehlte die Effizienz, auch in der Abwehr."

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