Stimmen zum 5:3-Sieg der Löwen Daniel Bierofka: "Ich bin eher sauer"

, aktualisiert am 02.08.2017 - 09:41 Uhr
Daniel Bierofka ist nach dem Sieg über Nürnberg nicht wirklich zufrieden. Foto: Tobias Hase/dpa

Die Löwen gewinnen das Geisterspiel gegen den 1. FC Nürnberg II nach einem irren Torspektakel. Die AZ hat die Stimmen zum Spiel.

Felix Weber: Heute sind viele Tore gefallen, aber das war wetterbedingt. Da ist die Konzentration nicht so hoch. Ganz ehrlich: Wir haben wieder keine gute Leistung gezeigt. Hauptsache, wir haben die drei Punkte.

Sascha Mölders: Es war brutal heiß. Leider haben wir kein gutes Spiel gemacht, aber unter dem Strich gewonnen. So viele Chancen wi wir hatten, hätten wir das Spiel schon vor der Pause entscheiden müssen. Gut war aber, dass wir am Ende nochmal zurückschlagen konnten. Wollen wir nicht jammern: Wir haben von fünf Spielen vier gewonnen. Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme. Ich glaube, es wird bis zum Ende spannend bleiben.

Timo Gebhart: Schön, dass ich schon vier Tore geschossen habe, dass wir wieder gewonnen haben, ist umso schöner. Es war etwas unnötig, wie das Spiel gelaufen ist: bitter, dass wir nach dem 3:1 noch zwei Tore kassiert haben. Beim Elfmeter werde ich gefoult, das war einer. Es war schwer vor leeren Rängen. NOrmal hast du schon Gänsehaut, wenn du aus dem Bus vor dem Stadion aussteigst. Heute ist die Gänsehaut daheim geblieben. Wir haben die Fans vor dem Stadion aber schon wahrgenommen. Wahnsinn - das ist Sechzig. Bei so schönem Wetter kannst du auch baden gehen, aber sie stehen vor dem Zaun und singen. Das haben wir auch auf dem Spielfeld gehört, das hat uns gepusht.

Daniel Bierofka (Trainer TSV 1860) über...

das Spiel: Es war für uns heute ein brutales Spiel bei den Temperaturen. Für die hochsommerlichen Temperaturen war es aber ein gutes Spiel. Kompliment an beide Mannschaften, dass sie alles in die Waagschale geschmissen haben. Wir hatten vier, fünf Riesenchancen, die wir leichtfertig liegenlassen haben. Nürnberg war aber immer wieder gefährlich. Was mir in meiner Trainerkarriere noch nie passiert ist: Wir kriegen aus zwei Standardsituationen zwei Tore. 

seine Gefühlslage: Ich bin eher sauer, wenn ich ehrlich bin. Wenn du 3:1 führst, darf man nicht mehr so viel zulassen. Das war einfach nicht gut. Ich erwarte einfach, dass wir so ein Spiel zu Ende spielen. Gut war vielleicht, dass wir nochmal ein Spiel hintenraus gewinnen, wie zuletzt gegen Rosenheim. Hintenraus war es ein offener Schlagabtausch: Wir haben noch ein Tor erzwungen, das 5:3 nachgelegt - jetzt heißt es Mund abputzen und weiter. Wir wussten, dass die ersten fünf Spiele sehr schwer werden. Wir müssen sehen, dass wir wieder schnell regenerieren. Auch in Schalding wird wieder Volksfeststimmung sein.

die leeren Ränge: Ich finde die Strafe immer noch zu hart, aber das müssen wir akzeptieren. Es hat nicht unbedingt an den Zuschauern gelegen. Es war heute alles dabei: acht Tore viele Torchancen.

die Fans vor den Toren: Jetzt am Ende habe ich sie gehört, zwischendrin auch mal kurz. Ich finde, das Spiel hätte Zuschauer verdient gehabt.

die Personalie Markus Ziereis: Ich habe schonmal gesagt, dass wir uns noch verstärken wollen. Zu einzelnen Personalien will ich aber nichts sagen.

Reiner Geyer (Trainer 1. FC Nürnberg): "Es war nicht einfach heute und fühlt sich nicht gut an. Wenn man bei solchen Temperaturen 0:1 hinten liegt und 1:1 macht, 1:3 hinten liegt, das 3:3 macht und hintenraus unglücklich verliert, kann sich das nicht gut anfühlen. Ich kann und will meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

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