Stimmen zum 3:1-Sieg der Bayern "Beim nächsten Foul hätte Vidal womöglich Gelb-Rot gesehen"

, aktualisiert am 09.04.2016 - 19:11 Uhr
Arturo Vidal wurde gegen Stuttgart bereits nach 25 Minuten ausgewechselt. Foto: sampics, Augenklick

Der FC Bayern besiegt den VfB Stuttgart mit 3:1. Lesen Sie hier die Stimmen rund um das Spiel des Rekordmeisters.

 

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Wir hatten viele Probleme, gut anzugreifen, haben zu oft Foul gespielt und so Freistöße und Ecken zugelassen. Damit haben wir es für uns selbst kompliziert gemacht. Aber nach dem Tor haben wir es gut gemacht, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir haben besser attackiert, die Stürmer haben sich besser bewegt. Wir brauchen jetzt noch drei Siege und ein Unentschieden, um etwas zu schaffen, was noch nie eine Mannschaft in Deutschland geschafft hat."

Karl-Heinz Rummenigge: „Wir haben das sehr gut gemacht heute beim VfB. Wir sind total zufrieden, haben drei Tore geschossen. Nun haben wir ein schweres Spiel vor uns mit dem Auswärtsspiel bei Benfica. Wir gehen mit Respekt dorthin. Wenn wir in Lissabon ein Tor erzielen, haben wir beste Aussichten, ins Halbfinale einzuziehen. Franck hat heute ein super Spiel gemacht, er war der beste Mann auf dem Platz. Die frühe Auswechslung von Arturo Vidal war eine Entscheidung des Trainers, die ich nachvollziehen kann. Beim nächsten Foul hätte Vidal womöglich Gelb-Rot gesehen.“

Matthias Sammer: „Wir sind sehr glücklich mit diesem Sieg für die Bundesliga, aber der Erfolg war auch nicht unwichtig für die Champions League und unser Spiel am Mittwoch in Lissabon. Arturo will immer spielen, der will nie runter – das ist doch klar. Die Gestik des Schiedsrichters war jedoch eindeutig, also musste man reagieren."

Mario Götze: „Der Sieg war sehr wichtig, die drei Punkte für uns natürlich auch. Wir wollten die Tabellenführung ausbauen. Im Zentrum des Spiels fühle ich mich wohl. In der ersten Halbzeit war es schwierig für uns, weil der Gegner mit zehn Mann vor dem eigenen Sechzehner stand. Wir machen das 1:0, dann das 2:0 und haben dadurch etwas Ruhe drin, bekommen aber das blöde Gegentor. Wir haben uns immer schwer getan in Stuttgart. Lediglich in der zweiten Hälfte wurde es einfacher, weil wir dann mehr Räume hatten. Nun freuen wir uns auf das Spiel in Lissabon.“

Thomas Müller: „Das Ergebnis ist gut, wir haben gewonnen. Wir haben das Spiel dominiert, aber es gab auch zehn Minuten im Spiel, in denen Stuttgart die Chance hatte, auszugleichen. Wie diese Spiele in Stuttgart eben immer laufen: ganz sicher können wir uns nie sein.

Thomas Müller: "Wir werden sicher nicht vorm Fernseher sitzen und Dortmund die Daumen drücken. Das wäre gut für uns, dann hätten wir ein gutes Polster. Womöglich wäre es ein deutliches Zeichen. Aber Konjunktiv ist nicht das, was ich lebe und liebe. Ich bin lieber im Hier und Jetzt.

Thomas Müller: "Wir haben bis Mittwoch Zeit. Das ist für eine englische Woche ein ordentliches Maß an Zeit, dass man sich erholen kann. Da gibt es schlimmere Konstellationen. Wir werden uns gut vorbereiten und schauen, dass wir weiterkommen."

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): "Man hat gesehen, dass wir die Breite von Bayern abdecken wollten mit unserer Fünferkette, aber einmal waren wir zu weit weg, das hat Bayern ausgenutzt, als Georg Niedermeier nicht tief genug steht und das lange Bein rausholt. Nach der Halbzeit waren wir etwas zu passiv, etwas zu tief. Das zweite Tor macht Alaba mit einem kleinen Wackler zu billig. Nach dem Anschluss waren wir dran, aber leider war nicht mehr drin."

 

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