Stimmen zum 1:4 gegen VfB Müller: "Das war eines Meisters nicht würdig"

Blieb wie viele seiner Mitspieler beim Saisonfinale gegen den VfB Stuttgart blass: Thomas Müller. Foto: imago/GEPA Pictures

Der FC Bayern feiert nach dem 1:4 (1:2) gegen den VfB Stuttgart dann doch einigermaßen enthusiastisch seinen Meistertitel. Stimmen und Reaktionen zum verrückten Finale dieser Bundesliga-Saison.

München - Zweimal riss Jupp Heynckes die Meisterschale auf dem Podium in die Höhe. Rot-Weißer Konfettiregen rieselte auf den Rasen. Die Bayern-Spieler feierten, dann gab's auch wieder die obligatorischen Bierduschen.

Doch zuvor hatte ein entfesselt aufspielender VfB Stuttgart die Meister-Party des FC Bayern ganz empfindlich gestört. (Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen)

Bevor der seit Monaten verletzte Kapitän Manuel Neuer um 17:39 Uhr von Ligapräsident Reinhard Rauball die Schale überrreicht bekam, ging der deutsche Rekordchampion in der Allianz Arena mit 1:4 (1:2) förmlich unter.

Eine Woche vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Eintracht Frankfurt gab es nicht das von Heynckes erhoffte "Freudenfest" in seinem letzten Heimspiel als Bayern-Coach. Daniel Ginczek (5./55. Minute), Anastasios Donis (42.) und Chadrac Akolo (52.) erzielten die Tore für die im Abschluss extrem effektiven Gäste. Das Tor zum 1:1 für die ausgekonterten Bayern schoss Corentin Tolisso (21.).

FC Bayern gegen Stuttgart: Die Stimmen zum Spiel

Jupp Heynckes (FC Bayern): Der VfB hat verdient gewonnen. Sie waren sehr gut organisiert, haben defensiv großartig gespielt und überragend gekontert. Wir haben in der ersten Halbzeit bei 1:1 drei Riesenchancen, die wir wieder mal nicht nutzen. Gegen so eine klasse Abwehr muss man in Führung gehen, damit der Gegner die Taktik verändern muss. Solche Tage gibt es, da muss man den Mund abputzen. Wir werden uns ab Dienstag optimal vorbereiten. In Berlin wird eine andere Bayern-Mannschaft spielen als heute. Das Spiel schmälert aber die überragende Saison nicht.

Tayfun Korkut (Trainer VfB Stuttgart): Wir haben eine sehr homogene Leistung gebracht, anders ist es aber auch nicht möglich. Wir haben unsere Nadelstiche sehr effektiv ausgespielt. Das war das Highlight der letzten Wochen. Über die Europa League haben wir uns vor dem Spiel nullkommanull Gedanken gemacht. Ich werde nächste Woche vor dem Fernseher sitzen und mir das Spiel mit einem Glas Rotwein anschauen. Was kommt, kommt, wir können es nicht mehr beeinflussen.

Thomas Müller (FC Bayern): Das war ein deutlicher Weckruf vor dem Pokalfinale. Diese negative Energie müssen wir mit in die Trainingswoche nehmen. Diese Leistung war eines deutschen Meisters nicht würdig. Wir haben einfach nicht die nötige Mentalität an den Tag gelegt. Wir versuchen, dass wir uns noch ein bisschen über die Saison freuen können...ahm...aber ja. Jetzt schau mer mal.

Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart): Die Mannschaft hat einen wahnsinnigen Charakter. Wir haben gut verteidigt, ich hatte ein paar gute Paraden, wir haben super gekontert. Das war eine schwierige Ausgangslage heute - und ein unlaublicher Endspurt von uns.

Holger Badstuber (VfB Stuttgart): Das war eine super Rückrunde, wir haben immer unsere Leistung gebracht. Der Sieg heute hier war überraschend, wir hatten natürlich auch Glück. 

...zu seiner Verabschiedung durch den FC Bayern: Das ist ein schnelllebiges Geschäft, und es ist über ein Jahr her ... natürlich werde ich München immer lieben, Bayern immer lieben, die Fans immer lieben ... ich gehe immer weiter meinen Weg, von daher war das nicht so emotional. 

Sven Ulreich (FC Bayern): Wir wollten ein gutes Spiel heute machen für den Trainer. Das müssen wir alles analysieren. Aber trotzdem haben wir es verdient, zu feiern. Ein bisschen genießen, nächste Woche wieder konzentriert arbeiten. Jupp Heynckes hat unglaubliche Arbeit geleistet. Und ich bin froh, dass meinen Anteil zur Meisterschaft beitragen konnte.

Niklas Süle (FC Bayern): Heute ist natürlich ein schöner Tag für uns - auch wenn wir natürlich scheiße gespielt haben, ich auch. Jetzt feiern wir mit den Fans. Wir haben gute Phasen im Spiel gehabt, aber Konter gefangen - so ganz kann ich mir's erklären, komisch heute. Wir haben hart gearbeitet, sind so schwach in die Saison gestartet. Wir hätten dem Trainer gerne den Sieg geschenkt. Aber wir haben ja nächste Woche noch ein Riesenspiel (Pokalfinale gegen Frankfurt, d. Red.).

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