Stimmen zum 1:2 in Frankreich Matthäus: "Löw hat die Zeichen der Zeit erkannt"

"Die Leistung der Mannschaft war großartig. Innerhalb von zwei Tagen war es eine unglaubliche Leistungssteigerung", sagte Joachim Löw. Foto: Ina Fassbender/dpa

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus glaubt, dass sich Bundestrainer Joachim Löw trotz der 1:2-Niederlage in der Nations League bei Weltmeister Frankreich aus der Schusslinie genommen hat. Die Stimmen zum Spiel.

München/Paris - "An Joachim Löw muss man nicht zweifeln. Die Niederlage tut weh, weil sie überflüssig war. Die Mannschaft hat wirklich gut gespielt." Lothar Matthäus sieht Joachim Löw und seine beim 1:2 in Frankreich verjüngt angetretene Nationalelf auf einem, guten Weg. (Lesen Sie hier: Die deutsche Nationalelf in der Einzelkritik)

Bei "Sky Sport News HD" erklärte der 57-Jährige: "Löw hat seine Qualitäten als Trainer. Das hat er zwölf Jahre gezeigt und heute hat er Entscheidungen getroffen, die dem Spiel der Mannschaft einfach gut getan haben. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt, dass er einen Umbruch einleiten muss - eben mit jungen schnellen Spielern." (Lesen Sie hier: Manuel Neuer hadert immer mehr)

Den Klassenerhalt in der neu geschaffenen Nations League hat der viermalige Weltmeister nicht mehr in der eigenen Hand. Vor dem Rückspiel gegen die Niederlande am 19. November muss Deutschland auf Schützenhilfe von Frankreich hoffen. "Ich glaube, das ist das Zukunftsmodell, das Deutschland wieder da hin bringt, wo wir eigentlich hingehören", sagte Matthäus.

Weitere Stimmen zum 1:2 der DFB-Elf in Frankreich

Bundestrainer Joachim Löw: "Ich bin über das Ergebnis enttäuscht. Das 1:2 hätte nicht sein müssen. Aber auf der anderen Seite waren wir mit dem Weltmeister auf Augenhöhe, hätten das zweite Tor machen müssen. Wir sind für das sehr gute Spiel nicht belohnt worden. Nach dem 0:3 gegen die Niederlande war klar, dass wir Veränderungen vornehmen müssen. Diese Entscheidungen habe ich aus voller Überzeugung getroffen."

DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Die Mannschaft ist natürlich sehr enttäuscht, weil sie sich nicht belohnt hat für ein sehr gutes Spiel. Wir hätten einfach das zweite Tor nachlegen müssen. Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Der Elfmeter ist natürlich bitter. Aber wir können die Gruppe A noch halten, auch wenn wir Schützenhilfe brauchen. Ich finde, dass wir ein Stück Umbruch gesehen haben, der Mut macht für die Zukunft. Was diese junge Mannschaft heute gezeigt hat, darauf lässt sich aufbauen. Man kann mit Zuversicht auf die nächsten Wochen schauen."

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff: "Ich bin stolz, wie die jungen Spieler das angenommen und ein gutes Spiel gemacht haben. Wir hätten sicher zumindest ein Unentschieden verdient gehabt. Es ist ein Umbruch da. Wir müssen nur weiter Einsatz zeigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Weg gut weitergehen werden. Wir müssen aber gewisse Fehler abstellen. Was mir Mut macht, ist, dass die Maßnahmen der Trainer von der Mannschaft umgesetzt werden."

Toni Kroos: "Es war eine der Niederlagen, die am meisten Spaß gemacht haben, weil der Ball ganz gut lief. [...] Ich sehe keinen Grund, dass wir uns alle erschießen." 

Manuel Neuer: "Es fühlt sich immer schlecht an, wenn man verliert. Das ist bitter und enttäuschend, vor allem, weil man gefühlt alles im Griff gehabt hat. Jogi und sein Team hatten einen klaren Plan, der grundsätzlich auch aufgegangen ist."

Serge Gnabry: "Ich denke, dass wir in keinster Weise schlechter waren als Frankreich. Wir haben das Spiel gut gestaltet. Hintenraus war es schwer. Wenn wir die Konter besser ausspielen, können wir sogar 2:0 in Führung gehen."

Nico Schulz: "Wir haben ganz gut gespielt, hinten ganz gut gestanden. Dennoch ist es eine Enttäuschung, dass wir hier nicht gewonnen haben. Wir haben wenig zugelassen, das ist gegen Frankreich auch nicht so einfach." 

Im Video: Das sagt Joachim Löw nach dem 1:2 in Frankreich

 

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