Stimmen zum 1:1 der Löwen Aigner: "Trainer ist das ärmste Glied in der Kette"

, aktualisiert am 21.11.2016 - 23:09 Uhr
1860-Kapitän Stefan Aigner (links, hier gegen den Lauterer Ewerton) wurde in der 73. Minute durch Sascha Mölders ersetzt. Foto: sampics/Augenklick

War das Glas beim 1:1 (1:1) des TSV 1860 gegen den zuletzt so starken 1. FC Kaiserslautern halb leer oder halb voll? Wie sicher sitzt Löwen-Trainer Kosta Runjaic nun im Sattel? Die Stimmen zum Spiel.

 

München - Der TSV 1860 hat in der 2. Bundesliga die Lage von Coach Kosta Runjaic nicht wirklich entspannen können.

Die kriselnden Löwen kamen gegen den 1. FC Kaiserslautern trotz einiger dominanter Phasen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. In der Tabelle verpasste 1860 damit den Sprung auf Platz 13 und hat weiter nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone.

Stürmer Ivica Olic hatte die Hausherren früh in Führung gebracht (9. Minute). Zoltan Stieber glich vor 17.600 Zuschauern aus (44.) und bescherte den Pfälzern nach drei Siegen einen Teilerfolg.

Die Stimmen zum Löwen-Remis

Kosta Runjaic (Trainer TSV 1860): "Das Spiel war sehr taktisch geprägt, keiner wollte einen Fehler machen. Wir haben mit einer neuen Struktur gespielt - und nach vorne geht da sicher mehr. Letztendlich war es für uns ein kleiner Schritt nach vorne."

... zum Verzicht auf Michael Liendl: "Wir haben intensiv gegen den Ball gearbeitet. Heute war seine Position in dieser Konstellation nicht gefragt. Auf der Bank hilft er uns da nicht."

... zur Leistung von Stefan Aigner: "Es ist positiv, dass Stefan eine solide Leisting gezeigt hat und länger gespielt hat, als wir das erwartet haben.

... zur Leistung von Felix Uduokhai: "Natürlich muss man das beim 1:1 in der Mitte insgesamt besser verteidigen, der Ball ist lange in der Luft. Aber Felix hat ein tolles Spiel gemacht, er hat einen Riesenweg vor sich."

Cassalette und Ismaik "Sprachen nicht über den Trainer"

Thomas Eichin (Sportchef TSV 1860): "Es war ein nervöses Spiel. Wir haben viel Druck gehabt. In so einem Spiel muss man den Dreier setzen, deshalb ist das 1:1 in unserer Situation unterm Strich zu wenig."

... über die Zukunft von Trainer Runjaic: "Sie wissen ja, in einer solchen Situation, in der wir uns befinden, werde ich nicht über den Trainer reden und das Thema sofort wieder tot machen."

... über Ivica Olic: "Er ist nach wie vor ein Vorbild an Laufbereitschaft und Einsatzwillen."

... über die Nichtnominierung von Michael Liendl: "Unser Trainer wird solche Entscheidungen mit bestem Wissen und Gewissen treffen, dabei die Trainingsleistungen berücksichtigen. Wir haben ja schon gesehen, dass Spieler, die raus waren, ruckizucki wieder drin sind."

Ivica Olic (TSV 1860): "Der eine Punkt ist besser als gar nichts. Aber ich muss da noch das 2:0 machen - und das 1:1 vor der Halbzeit war natürlich ein Rückschlag für uns. Im zweiten Durchgang hatten beide Mannschaften keine großen Chancen."

Hier gibt's die Partie im Liveticker zum Nachlesen

Stefan Aigner (TSV 1860): "Für mich war wichtig, dass das Knie hält. Ich hatte zwei, drei unglückliche Situationen. Ich brauche für mein Spiel die Spritzigkeit, und die ist eben noch nicht wieder da. Man braucht aber auch nicht drum herum reden, dass spielerisch nicht alles so war, wie wir es uns vorstellen. Immerhin haben wir wieder einen Punkt mehr auf dem Konto."

... über die Zukunft von Trainer Runjaic: "Wir sind ein Team, eine Einheit. Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Es ist immer einfach gesagt, wenn man dem Trainer die Schuld gibt. Er ist leider immer das ärmste Glied in der Kette. Meistens wird der Trainer entlassen und nicht der gesamte Mannschaftskader. Ich glaube aber, dass man gesehen hat, dass der Wille und die Laufbereitschaft da waren. Ich bin Spieler und kann nur beeinflussen, was ich auf dem Platz mache, dass jeder Spieler an seine Grenzen geht und das Maximale rausholt. Was andere entscheiden, liegt nicht in unserer Hand."

Sebastian Boenisch (TSV 1860): "Wir sind nicht zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, haben vor allem defensiv keine Großchancen zugelassen. Wir gehen durch einen super Spielzug 1:0 in Führung, müssen kurz darauf das 2:0 machen. Ich glaube, dann sieht das Spiel anders aus. Kur vor der Halbzeit der Ausgleich ist natürlich psychologisch ungünstig. Wir waren zu weit aufgerückt, hatten keinen Druck auf dem Gegner. Es ist einfach ein dummes Gegentor. Positiv war, dass wir viel miteinander kommuniziert haben. Man hat gesehen, dass Lautern viel hinten rum spielen musste, weil sie einfach keine Lücke gefunden haben. In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch."

... über die Zukunft von Trainer Runjaic: "Ich beteilige mich nicht an der Trainerdiskussion. Das ist nicht meine Aufgabe. Ich sehe in der täglichen Arbeit mit ihm, wie akribisch gearbeitet wird und er uns auf den Gegner vorbereitet. Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Diskussion hin oder her - das ist nicht meine Abteilung."

 

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