Stimmen zu 1860 - KSC Schindler: "Immer das Gleiche, das nervt!"

Krank und bedient: 1860-Trainer Benno Möhlmann. Foto: sampics/Augenklick

1860-Trainer Möhlmann machte seiner Mannschaft nach dem 0:1 gegen Karlsruhe nur einen Vorwurf: "Wir waren nicht mutig genug." Kapitän Schindler hat langsam die Nase voll.

 

München - Die Sieglos-Löwen im freien Fall: Sechs Unentschieden in elf Spielen, kein einziger Dreier, mickrige sieben Törchen.

Die 0:1-Heimniederlage zum Pflichtspiel-Einstand von Neu-Trainer Benno Möhlmann schmerzt, der Stachel der Enttäuschung sitzt tief.

Die Stimmen und Reaktionen zum Spiel - kurz nach dem Schlusspiff ...

Benno Möhlmann (Trainer TSV 1860) über...

den Spielverlauf: "Ich hätte mir den Einstand sicher besser vorgestellt. Ich glaube, das wäre auch möglich gewesen. Wir haben leider in der ersten Halbzeit nicht mutig, entschlossen und schnell genug über die Außenbahnen agiert. Wir haben da nicht das offensive Spiel gesucht, sondern einfach zu lange gebraucht, um letztlich da durchzukommen. Wir haben sicherlich ein, zwei Situationen gehabt, aber aus dem Spiel heraus ist es einfach zu wenig gewesen. In der zweiten Halbzeit ist es schwieriger gewesen für uns, weil dann Karlsruhe sehr gut deckt und die Außenbahn gedoppelt hat und insofern für uns heute die Mittel gefehlt haben, uns entscheidend durchzusetzen. Ich hab das Spiel trotz allem nicht so schlecht gesehen, dass man jetzt den Kopf in den Sand stecken muss."

die Debütanten: "Schade, dass Sertan einen dummen Pass gemacht hat. Ich hab dem Jungen in der Halbzeit gesagt, das bringt nichts, da hinterher zu trauern. Ein guter Spieler wird man nur, wenn man nach Fehlern vernünftig weiterspielt. Ich denke trotzdem, dass er und Manu (Emanuel Taffertshofer, d. Red.) ein solides Spiel gemacht haben."

seine Krankheit: "Von außen habe ich (auf die Mannschaft, d. Red.) keinen Einfluss genommen. Ich habe heute gesundheitliche Probleme gehabt und insofern haben wir die Rollen da am Rand getauscht."

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Christopher Schindler (Kapitän TSV 1860): "Es ist doch immer das Gleiche - das nervt einfach!"

0:1 gegen den KSC: Löwen in der Einzelkritik

Rubin Okotie (Angreifer TSV 1860): "Wir haben uns nicht belohnt. Wir hatten gute Chancen, haben sie aber nicht gemacht. Wir müssen positiv bleiben und hart arbeiten."

Michael Liendl (Mittelfeldspieler TSV 1860): "Wir haben uns alle viel vorgenommen und sind wieder mal enttäuscht vom Platz gegangen. Ich finde, dass wir im Großen und Ganzen kein schlechtes Spiel gemacht haben. Momentan ist es halt so, dass wir einen individuellen Fehler machen und dann bist du eins zu null hinten. Ich glaube, Karlsruhe hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance, bis auf die Aktion. Die war eigentlich keine Torchance, weil wir die eingeleitet haben. Das Torschussverhältnis ist 18:8, da muss auch mal einer reinfallen. Uns fehlen vorne und hinten die paar Prozentpunkte, die zum Erfolg führen."

Das Gegentor "war ein kleiner Schockmoment. Vor allem in unserer Situation, wenn du dann so ein Tor kriegst, ist es doppelt bitter. Keinen Vorwurf an den Jungen, der macht das erste Spiel. Es war nicht einfach für ihn. Wir haben momentan das Pech und viele Verletzte, aber das soll jetzt keine Ausrede sein. Es ist momentan keine einfache Situation, aber dann kommen solche Dinge dazu und in der zweiten Liga wirst du relativ schnell bestraft."

Vitus Eicher (Torhüter TSV 1860): "Es ist für uns alle extrem bitter, weil man wirklich die überlegene Mannschaft war, aber nicht zwingend genug im letzten Drittel war. Es ist in den engen Spielen entscheidend, dass wir vorne einen Tick zwingender sind und das Glück erzwingen. Wir haben uns das alle anders vorgestellt. Wir haben von den engen Spielen, die wir zuhaufe hatten, keines für uns entscheiden können. Wenn wir jetzt hier hergespielt werden und klar verlieren, dann muss man damit leben. Aber es ist so, dass wir in den engen Spielen einfach nie eines für uns entscheiden konnten. Jetzt kann man alles hinterfragen. Im Sommer waren wir positiv gestimmt, dass wir eine ordentliche Mannschaft haben, die den nächsten Schritt gehen kann. Dass wir jetzt nach dem elften Spieltag da stehen, ist beschissen. Wir müssen die nächsten Spiele mal den Bock umstoßen. Wir brauchen mal einen Sieg, dass das Selbstvertrauen wiederkommt."

Markus Kauczinski (Trainer Karlsruher SC): "Heute hatten wir das Quäntchen Glück, das uns in den letzten drei Spielen gefehlt hat. Wir waren sicher nicht die bessere Mannschaft, die Jungs haben wohl auch den Druck gespürt."


 

 

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