Stiftung wird 30 Jahre Franz Beckenbauer: So hilft er den Armen

Bei der Kaiser-Trophy, einem Golf-Charity-Turnier werden am Donnerstag über 500.000 Euro eingespielt. Insgesamt schon über 14 Millionen Spenden. Beckenbauer: „Jeder, der bedürftig ist, kriegt was von uns.“

 

BAG GRIESBACH - Im Jahr 1982, nach seinem Abschiedsspiel, fing alles an: Franz Beckenbauer wollte die Einnahmen, damals eine Million Mark, für einen wohltätigen Zweck spenden – und gründete eine eigene Stiftung – die Franz-Beckenbauer-Stiftung. „Das gab’s ja damals überhaupt noch nicht. Damals gab’s für mich nur Unicef. Personenstiftungen gab’s keine. Ich habe den Stiftungszweck mit Behinderten und Hilfsbedürftigen möglichst breit gestreut. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, erinnert sich Beckenbauer in einem Interview mit der Abendzeitung.

Fünf Jahre später kam es zum ersten Golf-Turnier für den guten Zweck – in Bad Griesbach. „Der Ali Köhnlechner, bei dem ich in Behandlung war, war der Erste, der auf die Idee mit dem Golf-Charity-Turnier kam. Auch das gab's ja noch nicht. Er hat dann ein paar Flights zusammengestellt, ein kleiner Freundeskreis. 25. 000 Mark hat er in die Stiftung gegeben. Das war der Beginn des Kaiser Cups“, erzählt Beckenbauer.

So fing alles an. „Am Anfang war das schon mühsam. Für Auftritte in Talkshows und im „Sportstudio“ gab es Mark-Beträge im bescheidenen Bereich“, sagt Beckenbauer. Später, als Beckenbauer nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer Weltmeister geworden war, nahm die Sache ihren Lauf. Beckenbauer ist mit allen Promis dieser Welt per Du – und viele wollen mit ihm golfen. Davon profitiert auch die Beckenbauer-Stiftung: 14 Millionen Euro kamen so im Laufe der letzten 30 Jahre zusammen.

Doch was macht die Beckenbauer-Stiftung mit dem Gold? „Wir helfen vielen Einzelpersonen, die sich zum Beispiel im Winter die Heizung oder eine Brille nicht leisten können, vor allem ältere Menschen, die aufgrund Ihrer Rentensituation das Geld nicht haben“, sagt Beckenbauer im AZ-Interview.

2500 Anträge kommen so im Jahr zusammen. Beckenbauer versichert: „Jeder, der den Stiftungsfall nachweisen kann, also bedürftig ist, kriegt was von uns. Bis zum Behinderten-Bus, der bis zu 25.000 Euro kostet.

Heute wird in Bad Griesbach die Kaiser-Trophy ausgespielt. Angesagt haben sich prominente Mitgolfer wie Boris Becker, Uli Hoeneß, Hansi Hinterseer u.a. Die Stiftung rechnet alleine heute mit Einnahmen von über 500.000 Euro – rekordverdächtig für ein Charity-Turnier. Die AZ ist vor Ort und wird auf az-muenchen.de den ganzen Tag über berichten.

(Das komplette Interview mit Franz Beckenbauer, was er zum FC Bayern, zu Sammer und zu Pep Guardiola sagt, finden Sie in der heutigen Print-Ausgabe der Abendzeitung).

 

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