Stellungnahme seines Anwalts Dreichfachmörder Roland S. erwägt Anzeige gegen Hubert Haderthauer

Er ist 75 Jahre alt und gilt immer noch als gefährlich: der Dreifachmörder Roland S. Sein Mordprozess aus dem Jahr 1988 in Nürnberg ist längst aus den Schlagzeilen verschwunden, doch neue Bekanntheit haben S. die juristischen Probleme des Ehepaars Haderthauer verschafft. Denn er baute im Maßregelvollzug die in der Sammlerszene begehrten Modellautos, die Hubert Haderthauer dann verkaufte.

 

München - Verurteilt wurde S. am 16. Mai 1988 nach einem jener Prozesse, die den Zuhörern im Gerichtssaal das Blut in den Adern gefrieren lassen. 1971 erdrosselt er zum ersten Mal einen jungen Mann und schneidet ihm den Penis ab. Der Stahlbauschlosser wird zu 14 Jahren Haft verurteilt, kommt jedoch nach acht Jahren wieder frei.

1982 erwürgt S. einen 17 Jahre alten Lehrling bei einer Spazierfahrt im Schwarzwald mit den Ärmeln seiner Jacke. Wieder verstümmelt er das Opfer und schneidet das Geschlechtsteil ab. Der Polizei gelingt es zunächst nicht, S. die Tat nachzuweisen. Das dritte Opfer stirbt am Silvesterabend 1985 in Bayern, es ist S. 47. Geburtstag. Die beiden Männer haben zuerst Sex miteinander. Anschließend erwürgt S. seinen Geburtstagsgast, bevor er die Leiche zerstückelt. Der Nürnberger Richter nennt ihn bei der Urteilsverkündung seelisch abartig.

Nun erwägt S., seinerseits juristisch aktiv zu werden und Strafanzeige gegen Dr. Hubert Haderthauer zu erstatten. Das sagte sein Anwalt Adam Ahmed zu einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitag).

 

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