Stellungnahme des TSV 1860 Reisinger neuer Löwen-Präsident - scharfe Kritik an Ismaik

, aktualisiert am 03.06.2017 - 17:24 Uhr
Robert Reisinger ist neuer Löwen-Präsident. Foto: sampics/augenklick

Der TSV 1860 hat eine Stellungnahme bezüglich der Auseinandersetzungen zwischen der Vereinsseite und Investor Hasan Ismaik abgegeben. In einem ersten Schritt wird Robert Reisinger zum Interimspräsidenten bestellt - und zudem gegen Ismaik geschossen.

 

München - Robert Reisinger ist neuer Präsident des TSV 1860. Das erklärten die Löwen in einer Stellungnahme der Vereinsbosse am Samstagnachmittag. Zudem widerlegten Präsidium und Verwaltungsrat die Aussagen Hasan Ismaiks und kritisierten den Jordanier: "Wir nehmen befremdet zur Kenntnis, dass unser Mitgesellschafter öffentlich den Verein zum Sündenbock erklärt."

1860-Bosse: Ismaiks Verhalten "befremdlich"

Das Präsidium und Verwaltungsrat hätten sich in den letzten Wochen und Monaten öffentlich bewusst zurückgehalten, "damit die Profimannschaft, das Trainer-Team, der sehr geschätzte Geschäftsführer Ian Ayre und die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle in Ruhe arbeiten konnten." Leider sei man "trotzdem sportlich abgestiegen" und habe von "Mitgesellschafter Hasan Ismaik zu unserem großen Bedauern nicht fristgerecht" den Nachweis zur Lizenzsicherung für die Dritte Liga erbringen können, weshalb der TSV 1860 "zu einem Neuanfang im Amateurbereich gezwungen" sei.

Und das, obwohl man bereits Einigung mit Ismaiks Anwälten erzielt habe - außer in den Punkten, die nicht mit den DFL-Statuten konform gehen und jenen, die von der Mitgliederversammlung entschieden werden müssten. Die Vereinsbosse dazu: "Die Behauptung, der Verein sei dafür verantwortlich, dass dieses Thema noch nicht gelöst werden konnte, ist grundfalsch und vorsätzlich irreführend."

Von Seiten Ismaiks und seiner Presseabteilung solle "der Eindruck erweckt werden, die Führung des Vereins sei in den letzten Monaten untätig und nicht in der Lage gewesen, Probleme zu erkennen und anzugehen. Das Gegenteil ist richtig."

Man werde nun alle Maßnahmen treffen, "um einen Neuanfang der ersten Mannschaft im Amateurbereich zu unterstützen." Ein offenes Geheimnis ist, dass neben Sitzberger, der sich bereits dahingehend geäußert hatte, auch weitere Funktionäre ihren Weg ohne den umstrittenen Ismaik gehen wollen.

Reisinger: "Mit exzellenter Jugendarbeit auch Erwachsenenbereich aufbauen"

Der neue Interimspräsident Reisinger, in einer ersten Maßnahme zum Übergangs-Präsidenten bestimmt, war zuletzt stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender und zuvor bereits von 2009 bis 2013 Leiter der Fußballabteilung.

Sein erstes Statement: „Mein Ziel ist es, mit Hilfe unserer exzellenten Jugendarbeit auch den Erwachsenenbereich wiederaufzubauen. Ich hoffe, dass die überwiegende Mehrheit der Mitglieder in dieser schwierigen Zeit hinter uns steht."

 

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