Stein in der Isarvorstadt Onanie-Denkmal: Das Rätsel ist gelöst!

So soll sich das Onanie-Denkmal in die Szene am Gärtnerplatz einfügen. Foto: Leonie Felle/ho

Der AZ-Leser, dem die Marmorsäule am Gärtnerplatz aufgefallen war, lag doch richtig: Es geht um Kunst - im Rahmen der Reihe „A Space Called Public | Hoffentlich Öffentlich“.

 

Isarvorstadt - "Alles was er machen wollte, war zu onanieren und Pralinen zu essen" - diese Inschrift führte zu Irritationen und reizt viele Betrachter zu Spekulationen.

Geht es vielleicht um den Märchenkönig, geht es um einen prominenten Viertel-Bewohner?

Jetzt ist klar: "Träumerei – Ein Denkmal"  stammt von  Ragnar Kjartansson. Es ist das fünfte Projekt in der Reihe, deren Entwicklungsprozess auf der Internetseite www.aspacecalledpublic.de dokumentiert wird.

Die Marmorskulptur des Isländers Künstlers Ragnar Kjartansson erinnert an einen neoklassizistischen Sockel und gleicht damit auf den ersten Blick einem klassischen Denkmal.

Die vertraute Erscheinung wird bei genauem Hinsehen jedoch von der Inschrift gebrochen. Was das in Stein gemeißelt ist, zitiert den Inhalt eines Traums des Künstlers.

Zur Diskussion gestellt ist mit "Träumerei – Ein Denkmal" die traditionelle Rolle von Denkmälern im öffentlichen Raum, denn der Satz erinnert eben nicht an ine prominente Persönlichkeit oder an staatstragende Momente der Geschichte und Politik.

"Entstanden ist vielmehr eine für Kjartansson typische Mischung aus Melancholie und Humor, das sich ganz auf der Ebene des Privaten bewegt und versteckte, tabuisierte menschliche Wünsche und Gefühle zum Ausdruck bringt", heißt es in der offiziellen Erklärung des Kulturreferats.

 

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