Steigende Immobilienpreise Wohnen: So teuer ist es in München und im Umland

Das Marktforschungsinstitut des Immobilienverbands Deutschland (IVD) hat die Immobilienpreise im Münchner Umland erhoben. Klicken Sie durch die Landkreise! (Preise für Einfamilienhäuser/Bestand) Foto: Martha Schlüter/IVD

In den meisten Fällen ist es zwar noch billiger als in der Stadt – doch auch im Umland ziehen die Preise für Immobilien kräftig an. Die Durchschnittspreise in den umliegenden Landkreisen zum Durchklicken.

München – Zuzug, zu wenig Wohnraum und Neubauten, immer mehr Singlehaushalte – die Stadt wächst, ihre Bewohner brauchen immer mehr Platz. „Dieser Druck entlädt sich auch ins Umland“, sagt Stephan Kippes, der Leiter des Marktforschungsinstituts des Immobilienverbands Deutschland (IVD). Der erhebt jedes Jahr die Immobilienpreise für München und das Umland – mit dem immer gleichen Fazit: Die Preise steigen. Egal, ob zur Miete oder zum Kauf, egal, ob Haus oder Wohnung. „Das ist die Schattenseite der wirtschaftlichen Stärke und Attraktivität Münchens“, sagt Kippes.

Im Vergleich zum Herbst 2012 stiegen die Kaufpreise im Frühjahr 2013 am stärksten in Dachau. Freistehende Einfamilienhäuser mit gutem Wohnwert kosten hier jetzt 11 Prozent mehr. In Starnberg stiegen die Preise um 9,6, in Freising um 7,1 Prozent. Auch bei den Eigentumswohnungen (Bestand) ist Dachau mit einem Preis-Plus von 8,8 Prozent vorne. Dicht gefolgt von Fürstenfeldbruck mit einem Zuwachs von 8,2 und München mit 7,9 Prozent.

In der Riege der Kreisstädte ist Starnberg das teuerste Pflaster im Münchner Speckgürtel. Für Eigentumswohnungen (Bestand) zahlt man hier 3700 Euro pro Quadratmeter, für eine Doppelhaushälfte (Bestand) 770000 Euro pro Objekt. Damit ist Starnberg im Frühjahr 2013 genauso teuer wie München. Geht es um freistehende Einfamilienhäuser liegen die Kaufpreise sogar über dem Münchner Niveau.

Erschwinglicher wird es im Münchner Osten: In Ebersberg kostet ein freistehendes Einfamilienhaus im Schnitt 487000 Euro/Objekt, eine Doppelhaushälfte (Bestand) 413000 Euro. Die niedrigsten Kaufpreise bei Eigentumswohnungen im Bestand findet der Interessent in Erding mit durchschnittlich 2300 Euro pro Quadratmeter. Hier gibt es auch die günstigsten Mieten mit einem Quadratmeterpreis von 9,10 Euro. In Ebersberg sind es sogar nur 8,40 Euro.

Allgemein gilt: Je weiter raus aus der Stadt, desto günstiger wird das Wohnen und Kaufen. Zwischen den S-Bahnästen und großen Ausfallstraßen kommt man günstiger weg als mit direktem S-Bahnanschluss. In Wolfratshausen zahlt man für ein freistehendes Einfamilienhaus nur 53 Prozent des Münchner Preisniveaus, in Ebersberg 47, in Petershausen sogar nur 27 Prozent.

Ausnahme: Die landschaftlich als besonders schön geltenden Ecken des Umlands. In Herrsching zahlt man 88 Prozent der Münchner Preise, in Tutzing 94 und in Starnberg sogar 120 Prozent. „Eine Entspannung“, so Kippes, „ ist zumindest mittelfristig nicht in Sicht.“

 

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