Stefan Schneider Eine Kerze für den EHC

Stefan Schneider mit der Kerze der Oktoberfest-Wallfahrt. Foto: ho

Stadionsprecher Stefan Schneider nimmt bei der Oktoberfest-Wallfahrt teil – und gedenkt dort des Eishockeyvereins: „Ich wünsche mir, dass wir uns um die Zukunft keine Sorgen machen müssen.“

 

Er ist blau. Blauer geht es gar nicht. Die Rede ist von Stefan Schneider, dem Kutstadionsprecher des TSV 1860. Schneider, der blaue Löwe. Der 50-Jährige ist aber auch seit 23 Jahren die Stimme des Münchner Eishockeys. Und damit nun plötzlich auch ein Roter. Ein Roter Bulle. Schließlich heißt der EHC München nach dem Einstieg des Getränkeherstellers nun EHC Red Bull München.
„Der FC Bayern hat ja keine Exklusiv-Rechte an der Farbe rot. Deswegen habe ich auch kein Problem, dass der EHC jetzt Red Bull als Sponsor hat – im Gegenteil. Man merkt an jedem Detail, wie viel Lust die auf Eishockey in München haben“, sagt Schneider der AZ, „wir können alle nur dankbar sein, dass die sich entschieden haben, den EHC vor dem Finanztod zu retten.“
Vor dieser Saison hatte sich Schneider überlegt, das Mikro beim Eishockey aus der Hand zu legen. Er hatte sich über mangelnde Unterstützung geärgert, als die DEL ihn für eine Spiel sperrte, weil er angeblich die Straubing Tigers bei einem Spiel als Straubingen bezeichnet hat. „Ich habe nie Straubingen gesagt, aber das ging für deren Verein nach hinten los. Wenn man heute googelt, gibt es mehr Einträge zum Wort Straubingen als zu den Straubing Tigers“, sagt Schneider. Manager Christian Winkler überredete Schneider dann in einem Vier-Augen- und Zwei-Weißbier-Gespräch zum Bleiben. „Christian hat das strategisch klug gemacht. Wir saßen bei einem Bier, dann hat er mich gebeten zu bleiben, weil es in der Umbruchphase, die der EHC ja durchmacht, ein Statement wäre, wenn ich hinschmeiße“, sagt Schneider, „bevor das Weißbier ausgetrunken war, habe ich zu gesagt. Schließlich liegt mir der EHC am Herzen.“
Wie sehr zeigte sich bei der traditionellen Oktoberfest-Wallfahrt des Wiesn-Wirts Schorsch Heide (Bräurosl), nach Maria Eich. Schneider stiftete dort eine Kerze für den EHC. „Ich habe eine für den EHC, eine für 1860 und eine für meine Familie entzündet“, so Schneider, „ich habe mir für den EHC gewünscht, dass wir die schlimmsten Zeiten hinter uns haben, dass wir uns um die die Zukunft keine Sorgen machen müssen. Der Weg ist der Richtige.“
 

 

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