Stefan Effenberg: "Wäre ich noch Käpt'n, dann Halleluja"

Stefan Effenberg übt harsche Kritik an den Bayern – und sieht nun Lahm und Neuer in der Pflicht: "Die Bayern leben von Dominanz, die ist verschwunden"

 

München - Auch Stefan Effenberg war am Samstagabend zu Gast in Freiburg – und entsetzt von der Nullnummer des FC Bayern beim Tabellenletzten SC. Die Kritik des früheren Bayern-Spielführers ließ dementsprechend nicht lange auf sich warten. „Das war Fußball aus dem Stand”, ätzte Effenberg am Sonntagabend bei „Sky90” – und warnte seinen Ex-Klub: „Mit 70, 80, 90 Prozent wird man nicht Deutscher Meister. Jeder Spieler muss 100 Prozent abrufen. Tun sie das, werden sie weiter nach oben kommen und für Dortmund noch gefährlich, tun sie es nicht, werden sie Zweiter, Dritter oder Vierter.”

Knallharte Kritik vom 43-Jährigen, der aktuell sogar die traditionelle Vorherrschaft des Rekordmeisters in der Bundesliga in Gefahr sieht: „Ein Jahr die Meisterschaft wegzugeben, ist okay, aber zwei Jahre hintereinander? Die Bayern leben von der Dominanz, aber die ist verschwunden. Und mit der Dominanz verliert man auch an Selbstbewusstsein.”

Die Gründe für Bayerns Misere? Effenberg kritisierte vor allem das Fehlen eines Führungsspielers: „Ich bin kein Freund von flacher Hierarchie. Derjenige, der es machen kann und muss, ist verletzt nicht dabei: das ist Bastian Schweinsteiger. Aber auch Philipp Lahm und Manuel Neuer müssen intern ansprechen: ,Hallo Jungs, aufwachen! Das sind die entscheidenden Wochen für die Zukunft, wir können ganz schnell alles verlieren.’ Wäre ich noch Käpt'n, dann Halleluja.”

 

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