Stechende Plage Wespen-Alarm im August: So verhalten Sie sich richtig

Wespen fliegen auf ihr Nest zu.Sie schwirren durch den Garten, umkreisen Süßes und aus Angst vor Stichen wollen ihnen viele nicht zu nahe kommen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Im August gibt der Sommer nochmal so richtig Gas. In diesem Monat sind aber auch erfahrungsgemäß die meisten Wespen unterwegs. Was kann man vorbeugend gegen die fliegende Stechplage unternehmen und was sollte man unternehmen, wenn man gestochen wurde?

Der August gilt für viele Menschen als letzter wirklicher Sommermonat, der vornehmlich im Freien genossen werden soll. Aber in diesem Monat sind auch die meisten Wespen unterwegs. Während eines heißen und trockenen Sommers können sich Larven gut in den Wespennestern entwickeln.

Friedrich-Karl Schembecker vom Freilandlabor im Britzer Garten erklärt gegenüber der "Welt", warum gerade am Ende des Sommers so viele der schwarz-gelb gefärbten Insekten unterwegs sind: "Die Brutpflege lässt in dieser Zeit abrupt nach, da sich das Wespenvolk nun voll entwickelt hat. Die Tiere leiden jetzt unter Beschäftigungslosigkeit." Und dann wird sich über alles Essbare hergemacht, was auch Menschen gut und lecker finden.

Wie wehrt man Wespen ab?

Um einem Wespenstich vorzubeugen gibt es einige Tricks. Wild mit den Armen herumwedeln oder gegen die Insekten zu pusten, ist allerdings keiner davon, denn das macht sie unruhig oder aggressiv. Einfacher ist es, mit einer Sprühflasche Wasser zu versprühen. Die Wespe denkt dann, es würde regnen und fliegt zurück in ihr Nest.

Ein weiteres einfaches Mittel ist die Abwehr durch Gerüche: Besonders hilfreich bei der Abwehr ist beispielsweise Basilikum, Weihrauch oder Kaffee. Für die Wespen sind diese Gerüche unerträglich, in der Folge treten sie den Rückweg an.

Sollten sich die Insekten durch diese Tricks nicht verscheuchen lassen, kann man ihnen auch ein Wespen-Buffet in Form einer Futteralternative anrichten. Am besten eignen sich dafür überreifes Obst, Zuckerwasser oder rohes Fleisch. Das sollte möglichst immer am gleichen Ort aufgestellt werden. Dieses Mittel könnte aber auch weitere Wespen anlocken und ist daher nur bedingt wirksam.

Was kann man gegen einen Wespenstich unternehmen?

Manchmal kann es passieren, dass man eine Wespe übersieht und gestochen wird. Für Allergiker könnte das gefährlich werden – sie sollten nach einem Stich direkt ins Krankenhaus fahren. Befindet sich der Stich im Mund- oder Rachenbereich, sollte man ebenfalls sofort einen Arzt aufsuchen.

Bei Nicht-Allergikern ist ein Wespenstich im Mundbereich zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Mit einfachen Hausmitteln kann man sich Linderung verschaffen. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel Hitze, denn dadurch wird das im Gift enthaltene Eiweiß zerstört und sowohl Juckreiz als auch Schwellung können minimiert werden. Dafür eignet sich entweder ein im Handel erhältlicher elektronischer Stichhalter oder ein heißer Löffel, der auf die betroffene Stelle gedrückt wird.

Die gegensätzliche Möglichkeit ist das sofortige Kühlen von Wespenstichen. Dafür eigenen sich Aloe-Vera-Blätter, Zwiebeln oder Zitronen. Sie kühlen die Einstichstelle nicht nur, sondern wirken entzündungshemmend.

Wie entfernt man ein Wespennest?

Hat man ein Wespennest direkt am Haus entdeckt, kann die Sache schwierig werden. Denn fast alle Wespenarten stehen unter Artenschutz und das Entfernen des Lebensraums oder das Töten der Tiere steht unter Strafe und kann sogar richtig teuer werden. In Bayern kann laut dem Bußgeldkatalog 2018 das "Fangen, Verletzen, Töten von Wespen sowie für die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" ein Bußgeld von 5.000 Euro bis 50.000 Euro erhoben werden.

Das Gesetz zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege besagt: "Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten." In Ausnahmefällen darf gegen dieses Gesetz verstoßen werden. Deshalb gilt bei einem Wespennest: Immer einen Fachmann rufen. Sonst könnte es später richtig teuer werden.

Warum Wespen gerade so aggressiv sind

 

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