Statistisches Bundesamt Mehr Baugenehmigungen vor allem für Mehrfamilienhäuser

Kräne stehen auf einer Baustelle für Wohnhäuser in Hamburg. Foto: Christian Charisius/dpa

Wiesbaden - In Deutschland wird dank anhaltend niedriger Zinsen weiterhin viel gebaut und renoviert. Von Januar bis einschließlich Juli 2018 stellten die Behörden fast 203.300 Genehmigungen für Neubau oder Umbau aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Das waren nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde 1,9 Prozent oder knapp 3900 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Neubauvorhaben gab es ein Plus von 2,6 Prozent oder gut 4500 auf etwas über 180.300. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf die Zunahme der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen: Sie nahmen um 7,6 Prozent auf fast 103.600 zu.

Dagegen sank in den ersten sieben Monaten die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (minus 0,2 Prozent auf knapp 53.400) und für Zweifamilienhäuser (minus 2,8 Prozent auf 12.854). Steigende Preise und Engpässe bei Handwerkern bremsen, gerade in Ballungsräumen ist Bauland knapp.

Um die große Nachfrage zu decken, müssen pro Jahr nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft 350.000 bis 400.000 Wohnungen in Deutschland entstehen. Im vergangenen Jahr wurden allerdings nur knapp 285.000 Wohnungen gebaut.

 

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