Start nach Maß 100:95 gegen Ulm: Debütsieg für Radonjic

Schwarzer Anzug, schwarze Krawatte: Dejan Radonjic bei seinem Trainer-Einstand beim FC Bayern an der Seitenlinie. Foto: sampics/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern haben das erste Spiel unter dem neuen Trainer Dejan Radonjic gewonnen und ihre Spitzenposition in der Bundesliga gefestigt. Es ist der erste Erfolg nach vier Pleiten in Serie.

München - Alle Augen waren natürlich auf ihn gerichtet, den Mann im schwarzen Anzug und der schwarzen Krawatte am Spielfeldrand: Dejan Radonjic.

Das Debüt des 48 Jahre alten Montenegriners, der seit Montag neuer Headcoach der Basketballer des FC Bayern ist, im Heimspiel gegen Ulm war schließlich mit Spannung erwartet worden. Und mit einem 100:95-Sieg feierte der Neue an der Seitenlinie einen gelungenen Einstand.

"Nach drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft hatten wir zwar noch nicht viel Zeit für große Veränderungen, aber wir haben schon einiges heute umgesetzt", sagte Radonjic: "Wir haben sehr gut begonnen, haben aber im weiteren Spielverlauf in der Defensive zu viele Fehler begangen, die wir abstellen müssen."

Hoffnungsschimmer nach turbulenten Tagen

Die Bayern verteidigen die Tabellenführung in der Bundesliga und haben nun wieder zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger Alba Berlin. Ein erster Schritt, zurück in die Erfolgsspur. Der FCBB hat ja äußerst turbulente Tage hinter sich, die in der Entlassung seines vormaligen Cheftrainers Sasa Djordjevic gipfelten, der sein Team immerhin zum Pokalsieg, erstmals ins Eurocup-Halbfinale und auf Platz eins in der BBL geführt hatte.

Die Mannschaft hatte daraufhin am Wochenende beim 77:100 in Oldenburg ihre höchste Saisonniederlage kassiert. In den vergangenen Tagen flogen dann auch noch ein paar verbale Giftpfeile zwischen Djordjevic und FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic hin und her.

Starker Beginn der FCBB-Basketballer

Mit dem umkämpften Heimsieg haben die Münchner zumindest ihren Negativtrend, den insgesamt vier Pflichtspielniederlagen in Folge belegten, vorerst abgebremst. "Aufbruchstimmung" hatte Nationalspieler Danilo Barthel schon vor der Partie ausgemacht und sein neuer Trainer angekündigt: "Ich brenne darauf, für den FC Bayern zu arbeiten. Wir wollen unbedingt zurück in die Erfolgsspur, es gibt keine Alternative."

Und die Bayern ließ ihren Worten gleich zu Beginn auf dem Parkett Taten folgen. Auch Nihad Djedovic (Grippe) und Vladimir Lucic (Fußprobleme), die in Oldenburg schmerzlich vermisst wurden, konnten wieder mitwirken. Die Bayern legten mit einem 10:0-Lauf los. Stefan Jovic (12 Punkte) und Djedovic (20) fanden schnell ihren Rhythmus. Bayern ging mit einer Elf-Punkte-Führung (28:19) ins zweite Viertel.

Ulms Coach Leibenath: Erstes Viertel entscheidend

Angeführt von Isaac Fotu, der 32 Punkte erzielte, konnte Ulm wieder ausgleichen (43:43), bevor sich der FCBB zur Pause wieder eine Fünf-Punkte-Führung erarbeitete (48:43). Die bewahrten sich die Münchner bis zu Beginn des letzten Spielabschnitts (72:67). Ulm erkämpfte sich aber erneut den Ausgleich (76:76) und ging dann sogar erstmals in Führung (85:84).

Die Verunsicherung der Bayern aus den vergangenen Spielen war plötzlich wieder spürbar. 90 Sekunden vor Schluss konnte sich der FCBB dann aber entscheidend absetzen (98:90) und sich so den Sieg sichern.

Thorsten Leibenath, Chefcoach Ulm: "Das war heute ein gutes Basketballspiel, das eher offensiv als defensiv geprägt wurde. Nach dem Rückstand im ersten Viertel hat meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen und sich stark in die Partie gekämpft. Wir müssen allerdings lernen, mit der Physis des Gegners besser zurechtzukommen. Am Ende war es eben das erste Viertel, welches das Spiel heute entschieden hat. Wir haben die Bayern in dieser Phase ins Laufen kommen lassen."

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