Start bei Olympia in Rio? Sanches bringt Bayern-Bosse ins Grübeln

Bayern-Einkauf Renato Sanches macht sich Hoffnungen auf seinen Startelf-Einsatz gegen Österreich. Foto: dpa

Das werden die Verantwortlichen des FC Bayern nicht gerne hören: Neuzugang Renato Sanches denkt darüber nach, mit Portugal am olympischen Fußballturnier teilzunehmen. Nicht schön für den Saisonstart...

München - Renato Sanches spielt künftig mit David Alaba beim FC Bayern. Und darauf freut er sich schon jetzt. "David spielt fantastisch. Er kann auf verschiedenen Positionen spielen - und er ist überall einer der Besten", lobt der 18 Jahre alte Jungstar der Portugiesen seinen künftigen Teamkollegen vor dem EM-Duell zwischen Portugal und Österreich (Samstag, 21 Uhr/ARD).

Brav. Ganz lieber Schwiegersohn. Das dürfte den Verantwortlichen des FC Bayern gefallen.

Weniger dürfte bei den Klubbossen ankommen, was da ihre teure Neuerwerbung auf den Pressekonferenzen in Frankreich so zum Besten gibt.

Denn die Sommerpläne des Portugiesen bringen dessen Saisonauftakt in der Bundesliga in Gefahr. "Die Olympischen Spiele sind ein sehr schöner Wettbewerb. Ich würde es lieben, dabei zu sein", sagte er.

Sanches' Start beim Rekordmeister wäre damit gelaufen: Am 4. August beginnt das olympische Fußballturnier. Im äußersten Fall wäre Sanches bis zum Finale am 20. August in Brasilien im Einsatz. Am selben Wochenende geht bereits die erste Runde des DFB-Pokals über die Bühne. Und schon eine Woche später beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit.

 

Den Trainingsauftakt am 11. Juli dürfte der Mittelfeldspieler ohnehin verpassen. Einen Tag nach dem EM-Finale ist der Portugiese noch im Sonderurlaub. Sollte er dann auch noch zu Olympia fahren, würde er sich aus dem Urlaub direkt in die Vorbereitung mit Portugals Olympia-Team begeben.

Costa bei Olympia am Start

Wir erinnern uns: Mit Douglas Costa wird den Bayern bereits ein wichtiger Spieler wegen Olympia fehlen. Der Brasilianer fehlte verletzungsbedingt bei der Copa America und reist stattdessen nach Rio - mit der ausdrücklichen Erlaubnis der Münchner.

Die werden jetzt sicher genau überlegen, was zu tun ist. Schließlich müssen sie ihre Stars fürs olympische Fußballturnier nicht abstellen, für Welt- und Europameisterschaften schon. Doch ein Veto des FC Bayern könnte Sanches die Laune verderben.

35 Millionen Euro haben die Münchner für den 18-jährigen Portugiesen an Benfica Lissabon überwiesen, weitere 45 Millionen Euro könnten noch an leistungsabhängigen Zusatzzahlungen hinzukommen.

 

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