Starkes Pinizzotto-Comeback EHC-Sieg gegen Iserlohn: Bullenpower statt Pferdestärke

Comebacker Steve Pinizzotto mit der Bullen-Maske, die der Spieler der Partie erhält. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Steve Pinizzotto feiert beim 4:3 gegen Iserlohn ein tolles Comeback. Ein perfektes Wochenende.

Die Fans feierten ihren Sheriff, ihren Helden: Steve Pinizzotto – Publikumsliebling und Liga-Raubein in einer Person. Schon in der Kabine hatten seine Mitspieler den Deutsch-Kanadier, der nach langer Verletzungspause beim dramatischen 4:3-Sieg gegen die Iserlohn Roosters sein Comeback gegeben hatte, zum "Man of the Match" gekürt.

Und so fuhr Pinizzotto mit der "Man of the Match"-Auszeichnung aufs Eis, vor die Nordkurve. "Cool, wieder hier zu sein", sagte der 32-Jährige durch die Maske eines roten Bullen. Die hat die bisherige Pferdemaske abgelöst. Bullen-Power statt Pferdestärke. Pinizzotto war ja auch der Geburtshelfer der gesamten Aktion. Auf die Frage, wie er sich fühlt, hatte er stets geantwortet: "Wie ein Pferd!" So entstand in der Mannschaft der Running Gag, den Spieler der Partie mit der Pferde-Maske zu küren. Da die aber schon heftige Abnutzungserscheinungen aufwies, wurde sie ehrenhaft in Rente geschickt – und durch den roten Bullen ersetzt.

"Ein großes Lob an unsere Mannschaft"

Pinizzotto also als der rote Bulle. Schließlich hatte er mit zwei Torvorlagen in den letzten acht Minuten einen gewaltigen Anteil daran, dass der EHC die Partie gegen Iserlohn nach einem 1:3-Rückstand noch drehen konnte und 4:3 gewann.

Den Siegtreffer hatte Pinizzotto Sturmkollege Mads Christensen 49 Sekunden vor Schluss mustergültig auf die Kelle serviert. "Ein großes Lob an unsere Mannschaft, dass sie dieses Comeback geschafft hat. Diese Siege sind sehr wichtig für das Selbstvertrauen", sagte Trainer Don Jackson.

Und das bewahrheitete sich am Sonntag im Derby gegen Ingolstadt. Vor allem im zweiten Drittel spielten die Bullen furios. Durch die Tore von Jon Matsumoto, Mads Christensen, Matt Smaby und Keith Aucoin (2) bleibt der EHC mit fünf Punkten Vorsprung vor den Kölner Haie an der Tabellenspitze. "Wir hatten einen guten Start und konnten das Momentum auf unsere Seite ziehen", sagte Doppeltorschütze Aucoin. "Es ein guter Start nach der Länderspielpause mit zwei Siegen."

 

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