Starke Leistung von Preuß Nächste Medaille: Dahlmeier holt Bronze im Einzel

, aktualisiert am 15.02.2018 - 10:56 Uhr
Laura Dahlmeier beim Damen-Einzel. Foto: dpa

Laura Dahlmeier holt ihr nächste Olympia Medaille. Im Einzel über 15 Kilometer wird sie Dritte und holt Bronze. Franziska Preuß überzeugt mit einer starken Leistung. Die Schwedin Hanna Oeberg gewinnt.

 

Pyeongchang - Laura Dahlmeier hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im dritten Rennen ihre dritte Medaille gewonnen und wird immer mehr zu einem der großen Stars von Pyeongchang. Nach Gold im Sprint und in der Verfolgung holte die siebenmalige Weltmeisterin am Donnerstag im Einzel über 15 Kilometer Bronze. Die 24-Jährige musste sich nur der fehlerfreien Überraschungs-Olympiasiegerin Hanna Öberg aus Schweden und der Slowakin Anastasiya Kuzmina (2 Fehler) geschlagen geben.

Auch die Bayerin Franziska Preuß überzeugte mit einer starken Leistung und blieb am Ende ohne Schießfehler. Preuß landete lediglich 18,5 Sekunden hinter Dahlmeier, die beim ersten Schießen eine Scheibe stehen ließ.

Franziska Hildebrand (1 Schießfehler) schaffte es als Neunte noch in die Top Ten, Maren Hammerschmidt (3 Schießfehler) belegte Platz 17.

Noch drei weitere Medaillenchancen

Vorerst verpasste Dahlmeier das historische Gold-Triple, allerdings hat die Garmisch-Partenkirchnerin noch drei weitere Chancen auf Medaillen. Dreimal Gold bei einem Olympia-Event waren zuvor nur Michael Greis 2006 in Turin und der Weißrussin Darja Domratschewa vor vier Jahren in Sotschi gelungen. Nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen ist noch besser. 2002 in Salt Lake City gewann er in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel Gold.

Nach ihrem Sieg in der Verfolgung hatte die von der Kälte ausgelaugte Dahlmeier noch einen Fernseh-Auftritt abgesagt. Doch davon und auch von der windbedingten Verschiebung von Mittwoch auf Donnerstag ließ sich die Ausnahmekönnerin nicht abbringen. Vor den Augen ihrer Eltern Susi und Andreas Dahlmeier startete sie stark in der Loipe, verfehlte jedoch gleich beim ersten Schießen eine Scheibe, anschließend agierte die junge Bayerin nervenstark und vermied am Schießstand weitere Strafminuten.

14 Medaillen in Serie

Als einzige der Favoritinnen hatte Dahlmeier zuvor die letzte Startgruppe gewählt und ging erst mit Nummer 80 ins Rennen. Sie und die Techniker hatten auf schneller werdende Bedingungen auf der Strecke spekuliert. Zudem wusste sie so, was die Konkurrenz abgeliefert hatte und konnte reagieren. Dauerrivalinnen wie Darja Domratschewa (4 Fehler) waren da längst im Ziel.

Nach ihrer historischen Rekordjagd vor einem Jahr bei der WM in Hochfilzen mit fünfmal Gold und einmal Silber ist Dahlmeier auf dem besten Weg, weitere Rekorde aufzustellen. Bei Großereignissen gewann sie nun bereits in 14 Rennen in Serie eine Medaille. Das ist bislang unerreicht.

 

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