Standortsuche Ein Bücherschrank für Haidhausen

Ein Bücherschrank in Berg am Laim. Foto: SPD Haidhausen

Tauschen und schmökern: Der Bezirksausschuss ist dafür, nun geht es um den Standort in Haidhausen.

 

Haidhausen - Die Postwiese ist ein beliebter Treffpunkt in Haidhausen. Hier wird gespielt, getobt, geskatet, gekickt, geratscht – und, wenn einer der regelmäßigen Flohmärkte stattfindet – auch gefeilscht. Wer mag, bekommt am Kiosk einen Kaffee oder ein Eis und kann sich dazu auch noch gemütlich hinsetzen.

Die SPD im Haidhauser Bezirksausschuss wünscht sich jetzt noch ein Angebot an der Postwiese – einen öffentlichen Bücherschrank. Schon im Juni hatte die Fraktion dies im BA vorgeschlagen, das Gremium war dafür.

Bücherschrank fördert nachbarschaftliches Miteinander

Bücherschränke gibt es schon in verschiedenen Vierteln der Stadt, in Berg am Laim, in Sendling oder in der Au zum Beispiel. Das Prinzip ist simpel: Man stellt ein Buch hinein, das man ausgelesen hat, und kann sich im Gegenzug ein anderes nehmen. Oder mehrere.

Mal wird eine alte Telefonzelle als Bücherschrank genutzt, mal wird eigens ein Häuschen gebaut, so oder so fördere ein Bücherschrank das nachbarschaftliche Miteinander. Außerdem geht’s bei der Idee auch um Nachhaltigkeit.

Damit der Schrank nicht vermüllt oder sonst wie beschädigt wird, würden ehrenamtliche Paten das Projekt betreuen. Zunächst aber ist nun die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, wo ein Schrank aufgestellt werden kann.

Idee stammt aus Mainz

Im BA könnte man sich neben der Postwiese auch den Hypopark vorstellen. "Beide kommen für uns in Frage. Sie sind einerseits gut frequentiert und man kann sich andererseits gemütlich hinsetzen und gleich ein bisschen in die Bücher reinlesen. Denn darum geht es ja auch: Lust aufs Lesen zu machen", sagt Nina Reitz, Fraktionssprecherin der SPD im BA.

Die Ur-Idee der Bücherschränke stammt übrigens aus Mainz, wo auch Nina Reitz herstammt. Sie erinnert sich: "In den 90er Jahren kam jemand in der Mainzer Neustadt auf die Idee, alte Stromkästen zu Bücherregalen umzubauen, ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum." Das soll Ursprung der offenen Bücherschränke in Deutschland gewesen sein.

 

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