Stammspieler fehlen krankheitsbedingt Bayerns Wiesn-Virus vor dem Ingolstadt-Spiel

Carlo Ancelotti muss auf Patient 1-3 verzichten: Sowohl Philipp Lahm, als auch Thomas Müller und David Alaba (r.) leiden derzeit an einem Magen-Darm-Virus. Foto: sampics/Rauchensteiner//Augenklick

„Ich muss herausfinden, wie viel Bier ich vertrage“, sagt Carlo Ancelotti vor dem Oktoberfest-Start. Gegen Ingolstadt fehlen die erkrankten Müller, Lahm und Alaba. Dafür ist ein anderes Trio wieder fit

 

O’zapft is! Und pünktlich zum Start des Oktoberfests haben die Bayern den Wiesn-Virus – bedauerlicherweise in positiver und negativer Ausprägung. Trainer Carlo Ancelotti ist am Freitag die Vorfreude auf seine erste Wiesn als Bayern-Trainer anzumerken, doch gleichzeitig muss er bekanntgeben, dass drei seiner wichtigsten Spieler im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt an diesem Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky) fehlen werden: Kapitän Philipp Lahm, Thomas Müller und David Alaba haben sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Ein Virus kann eben auch Sorgen bereiten. Bei Ancelotti ist das aber nicht der Fall.

Der Italiener verrät, dass er mit dem bayrischen Lebensgefühl nach wenigen Wochen in München schon ziemlich viel anfangen kann. „Ich war vor drei Jahren schon mal auf dem Oktoberfest“, erzählt er. Bei dem Gedanken daran werden seine Augen plötzlich ganz groß: „Das war unglaublich, ich war sehr glücklich.“ Oh ja, wenn man Ancelotti jetzt beobachtet, glaubt man ihm das. Und spätestens, als er sagt, dass er Bier „liebt“, hat man keinen Zweifel mehr daran, dass der Italiener gut auf die Wiesn passt.

Am Mittwoch wartet bereits Hertha BSC Berlin

Wobei – eine Frage gibt es da noch: Wie viele Maß traut sich der 57-Jährige eigentlich zu? Rotwein-Liebhaber Carlo ganz cool: „Ich weiß, wie viele Flaschen Wein ich vertrage, bei Bier muss ich das noch herausfinden.“ Am 2. Oktober, wenn die Bayern-Mannschaft ihren offiziellen Wiesn-Termin wahrnimmt, wird Ancelotti die Gelegenheit haben, sich zu testen.

Vorher dürfte der enge Terminplan kaum Feierlichkeiten zulassen: Fünf Spiele in zwei Wochen stehen für Carlos Team auf dem Plan, nach der Partie gegen Ingolstadt geht es am Mittwoch gegen Hertha BSC, anschließend reisen die Bayern zum HSV, in der Champions League zu Atlético Madrid, ehe am letzten Wiesn-Samstag der 1. FC Köln in die Arena kommt.

Schaut man auf die Bilanz der vergangenen Jahre, kann Ancelotti diesen Partien entspannt entgegenblicken. In der Vorsaison gab es während des Oktoberfests fünf Siege in fünf Spielen, ein Torverhältnis von 21:2, darunter das 5:1 gegen Wolfsburg mit fünf Treffern von Robert Lewandowski. Seit 18 Wiesn-Partien sind die Bayern nun schon unbesiegt, die letzte Niederlage gab es 2012 in der Champions League gegen Bate Borissow. Was soll da schon passieren?

„Diese Bilanz ist gut für uns“, sagt Ancelotti, „aber wir müssen in jedem Spiel fokussiert sein, um unseren Lauf fortzusetzen.“ Fünf Spiele gab es unter dem neuen Trainer bislang, fünfmal wurde gewonnen. 20:0 Tore erzielte Bayern: „Ich bin sehr zufrieden, aber wir können es noch besser.“

Vielleicht schon gegen Ingolstadt – trotz der Ausfälle seiner Topstars. Denn es gibt auch gute Nachrichten aus dem Krankenstand: Kingsley Coman ist nach seiner Sprunggelenksverletzung fit, laut Ancelotti wird der Franzose in der Startelf stehen. Zumindest auf der Bank sitzen Arjen Robben und Jérôme Boateng – zum ersten Mal in dieser Saison. „Sie haben sehr gut trainiert“, sagt Ancelotti. Da auch Mats Hummels seine leichte Schädelprellung auskuriert hat, spricht nichts gegen eine erfolgreiche Wiesn-Premiere: „Ich weiß, dass das für alle Menschen in München besonders ist“, sagt er. Für ihn gilt das offenbar auch. So schnell geht das mit dem Wiesn-Virus.

 

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