Stammelf der Löwen Die Platz-Vergabe: Wer beim TSV 1860 gegen wen kämpft

Schwitzen in Spanien: die Löwen im Trainingslager in Oliva Nova. Foto: sampics/Augenklick

Vor dem Start der Rückrunde will sich Löwen-Trainer Daniel Bierofka gegen Arminia Bielefeld auf "sechs, sieben Positionen" festlegen. Die AZ erklärt, wer in der Dritten Liga gesetzt ist - und welche Spieler um einen Stammplatz beim TSV 1860 kämpfen.

 

Oliva Nova - Acht Tage noch. Gut eine Woche, dann sind die Löwen wieder los, und zwar in Lotte. Vor dem Rückrundenstart des TSV 1860 bei den Sportfreunden im hohen Norden schwitzen die Löwen noch im (spanischen) Süden. Letzter Gegner im heutigen Härtetest: Arminia Bielefeld. Letzte Chance für Daniel Bierofkas Spieler, sich für den Ernstfall zu empfehlen.

"Ich will alle Jungs nochmal sehen, aber ich werde mich gegen Bielefeld auf sechs, sieben Positionen festlegen", erklärte der 39-jährige 1860-Trainer gestern, nachdem er seine Mannen am Vormittag schwitzen ließ - und zum Lohn für den Fleiß und zugunsten der nötigen Frische gegen die Arminen (15.30 Uhr, im AZ-Liveticker) am Nachmittag freigegeben hatte. Heißt: Das Grundgerüst steht! Bierofka muss sich aber noch Gedanken um die restlichen vier bis fünf Positionen machen - und Sorgen um zwei Löwen. Die AZ zeigt den Konkurrenzkampf auf den Positionen.

Im Tor spricht alles für Hiller

Tor: Die T-Frage scheint sich dieses Mal nicht auf dem Trainingsplatz zu entscheiden, denn: Obwohl Bierofka den Kampf zwischen Marco Hiller und Hendrik Bonmann neu entfacht hatte und erst in einer Woche kurz vor dem Auftakt entscheiden wollte, dürfte das Löwen-Tor in Lotte die bisherige Nummer Eins hüten: Hiller. Einfacher Grund: Kontrahent Bonmann, zu Saisonbeginn von Bierofka zum Stammtorhüter erklärt, aber mit einem Innenbandanriss im Knie lange verletzt, ist erneut angeschlagen. "Sein Zeh hat sich so entzündet, dass die Lymphknoten angeschwollen sind", erklärte Bierofka. Hiller, zuletzt im Test gegen den SV Darmstadt 98 (0:1) mit ordentlicher Leistung, darf somit wohl vorerst ran - sich aber nicht in Sicherheit wiegen.

Abwehr: Herbert Paul, Simon Lorenz und Standard-Spezialist Phillipp Steinhart gaben Bierofka schon in der Vorrunde kaum Anlass, an ihren Stammplätzen zu rütteln. Daran hat sich auch im Trainingslager nichts geändert. Im Duell mit Kapitän Felix Weber hat weiter Aaron Berzel die Nase vorne.

"Defensiv war es schon sehr gut, da sind wir gut dabei", erklärte Bierofka - auch ein Fingerzeig, seine zuletzt eingespielte Formation nicht umzustellen. Rechtsverteidiger Eric Weeger gilt sowohl in der Dreier- als auch Viererkette als Kandidat, der nahe dran ist an der Startelf. Routinier Jan Mauersberger muss sich innen als Backup zufrieden geben.

Wein und Moll sind wohl gesetzt

Mittelfeld: Das Sechser-Duo Daniel Wein und Quirin Moll ist nach wie vor gesetzt, wobei Wein auch in die Dreierkette rücken kann, zuletzt aber wieder im angestammten Mittelfeld aufgelaufen war - und Bierofka den sanften Hinweis mitteilte, sich dort auch wohler zu fühlen.

Spielmacher Efkan Bekiroglu hatte im Duell mit Alessandro Abruscia nicht nur durch seinen Sonntagsschuss gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:1) zuletzt die Nase vorne. Auch Romuald Lacazette ist hintendran.

Mölders profitiert von Grimaldi-Ärger

Sturm: Großer Profiteur des Ärgers um Adriano Grimaldi ist hier Routinier Sascha Mölders. Der Malocher durfte zuletzt als Kapitän auflaufen, während Backup Markus Ziereis laut seinem Trainer das "Tal des Todes" durchschreitet und erst fit werden muss. Großes Manko: die Außenpositionen. "Nico Karger braucht einfach mal wieder ein Tor", so Bierofka über die Misere seines linken Außenstürmers. Der ist trotz Durststrecke aufgrund seiner spielerischen und technischen Fähigkeiten weiter erste Wahl - allein aus Mangel an Alternativen.

Bierofka über seine Außen-Armut: "Wir haben nicht viele Ausfälle, aber das Problem ist, dass mehrere Außenbahnspieler fehlen. Mit Helmbrecht haben wir einen Spieler, der schon ein Jahr fehlt“, sagt Bierofka: "Mit Kindsvater und Lex hat es jetzt nochmal zwei erwischt", ergänzte er über das Duo, das an Adduktorenproblemen leidet. Beide werden gegen Lotte fehlen, bei Lex hofft Bierofka noch auf einen Einsatz. Ansonsten dürfte Marius Willsch zu den Löwen zählen, die er auf Lotte loslässt.

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