Stahl, Rama, Lacazette Möhlmann: Freiburg Härtetest für 1860-Rekonvaleszenten

Hat der Trainer diesmal ein Leibchen für seinen lange verletzten Abräumer? Benno Möhlmann und Dominik Stahl. Foto: sampics/Augenklick

Löwen-Trainer Benno Möhlmann will im letzten Spiel vor der Winterpause beim SC Freiburg dem ein oder anderen jungen Spieler einen Pause verordnen. Die langzeitverletzten Akteure sollen dagegen auf ihre Tauglichkeit getestet werden.

 

München - Der TSV 1860 sehnt sich nach der Winterpause. Erstmal Urlaub und ein bisschen Abstand vor der Katastrophen-Hinrunde, dazu endlich die Möglichkeit, Verstärkungen an Land zu ziehen. Bevor es soweit ist, steht aber noch das Auswärtspiel beim SC Freiburg auf dem Programm: Am Sonntag müssen die Löwen um 13.30 Uhr (AZ-Liveticker) beim Tabellen-Zweiten ran - ein Spiel, das wohl keiner mehr bräuchte an der Grünwalder Straße.

"Es ist so ein bisschen das Prinzip Hoffnung, keine Frage. Wir strotzen natürlich nicht vor Selbstvertrauen und Freiburg ist ohne Zweifel eine der Top-Mannschaften in der Liga. Nicht desto trotz sehe ich Möglichkeiten, dass wir dort erfolgreich auftreten können", sagt der Coach und weiß, dass die Favoritenrolle klar verteilt ist. Genau darin sieht er aber eine Chance: "Vielleicht klappt es ja in dieser absoluten Außenseiter-Rolle, dass sich die Spieler doch nochmal mutiger zeigen und es schaffen, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen. Das würde uns guttun."

Möhlmann hat sich auch einige Gedanken über seine Besetzung im Breisgau gemacht: So werde der 61-Jährige seinen Youngstern, womöglich Marius Wolf oder Sertan Yegenoglu, eine Pause verordnen: "Es war schon so, dass die jungen Spieler, die zuletzt viel spielen mussten, vom Kopf her nicht so wach erscheinen und eine gewisse Reaktion zeigen auf die Niederlagen."

Daher werde er auch - und das ist für die Coach wiedrrum für die Planungen nach der Winterpause - den ein oder anderen Rekonvaleszenten auf seine Tauglichkeit hin für den Abstiegskampf nach der Winterpause testen: "Ich spiele mit dem Gedanken, den ein oder anderen Wechsel vorzunehmen um zu sehen, ob uns der ein oder andere Spieler in den letzten 15 Spiele helfen kann. Dabei geht es um die Spieler Dominik Stahl, Valdet Rama, Romuald Lacazette."

Möhlmann hatte mehrfach betont, dass man sich nicht darauf verlassen könne, in den Langzeitverletzten die erhofften Stabilisatoren für die Mannschaft zu finden. Angesichts der verpassten Mehr-Einnahmen aus dem DFB-Pokal und der bisher nicht erfolgten Zusicherung von Gesellschafter Hasan Ismaik, weiter investieren zu wollen, bleibt dem Cheftrainer aber womöglich keine andere Wahl.

 

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