Stadtwerke müssen ran Kein Wasser im Fischbrunnen - die Gründe

Der Fischbrunnen am Marienplatz ist beliebter Treffpunkt und Touristen-Magnet. Foto: Petra Schramek

Bis zum traditionellen Geldbeutelwaschen sollte alles wieder im Lot sein. Der Fischbrunnen am Marienplatz ist derzeit stillgelegt, weil die Stadtwerke im Wassernetz eine undichte Stelle ausgemacht haben.

 

München - Lange vor Aschermittwoch ist alles wieder vorbei: Die Stadtwerke München haben im Wassernetz auf der Südseite des Rathauses im Bereich unter dem Eingang beim Fischbrunnen am Marienplatz eine undichte Stelle geortet.

Für die anstehende Reparatur musste die betroffene Wasserleitung abgesperrt werden. Auch der Fischbrunnen wird über diese Leitung mit Wasser gespeist und ist deshalb bis voraussichtlich 11. Januar außer Betrieb.

Das traditionelle Geldbeutelwaschen am Fischbrunnen ist also nicht in Gefahr: Münchner Polit-Prominenz wäscht dabei das Stadtsäckel, aber auch viele Münchner Bürger halten ihre private Geldbörse in den Brunnen. Das Waschen im Brunnen soll symbolisch mehr Geld in die Kassen bringen.

Der alte Brauch ist urkundlich erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt. Damit machte das Dienstpersonal seine Herrschaften darauf aufmerksam, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden mussten.

Fischbrunnen 1318 erstmals urkundlich erwähnt

Der Fischbrunnen gehört zu München wie das Rathaus oder der Alte Peter. Die Stadtratsfraktion von FDP, HUT und Piraten hatte noch im Herbst dieses Jahres die Idee geäußert, ihn in seiner ursprünglichen Form wieder herzurichten.

Erstmals wurde er 1318 als Brunnen neben der Metzgerbank erwähnt. Das heutige Bauwerk entstand erst 1954 nach dem Entwurf des Bildhauers Josef Henselmann. Laut Baureferat war eine Rekonstruktion des "Metzgerbrunnens" mit seinem neun Meter hohen turmartigen Aufbau machbar, hätte allerdings an die 800 000 Euro verschlungen.

 

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