Stadt legt Zahlen vor 653 städtische Wohnungen stehen seit Monaten leer

Das städtische Skandalhaus in der Pilotystraße 8. Jetzt wird darüber gestritten, wie teuer die Sanierung werden darf. Foto: B. Wackerbauer

Eine neuer Bericht zeigt, wie viele Bleiben in München seit mehr als einem halben Jahr ungenutzt sind - was dagegen getan wird.

 

München - Für die rot-grüne Stadtregierung sind sie peinlich, für Bürger auf Wohnungssuche ärgerlich: leer stehende Wohnungen in städtischer Hand. Jetzt will die Stadt zeigen, dass sie hinschaut – und handelt. Die Verwaltung legt frische Zahlen vor, über die nächste Woche im Stadtrat diskutiert wird.

Und die sehen so aus: Zum 31. Dezember 2013 gab es insgesamt 653 leer stehende Wohnungen – das sind 1,04 Prozent des gesamten städtischen Wohnungsbestandes von rund 63.000 Wohnungen.

Die Stadt rechnet auch vor, was das bezogen auf alle 762.470 Münchner Bleiben bedeutet: Dann sind nämlich nur rund 0,1 Prozent betroffen. „Dennoch bleibt es weiterhin ein dringendes Anliegen der Stadt, an dieser noch nicht befriedigenden Situation zu arbeiten“, stand jetzt in der „Rathausumschau“.

Ungenutzte Wohnungen sollten schnellstmöglich belegt, Leerstände künftig vermieden werden. Inzwischen sei auch eine Expertengruppe aus Verwaltung und städtischen Wohnungsunternehmen gebildet worden. Diese prüft, wie Zwischennutzungspotentiale besser ausgeschöpft werden können.

Bei rund 600 von insgesamt 653 länger als sechs Monate leer stehenden Wohnungen sind Abriss- und Neubaumaßnahmen oder umfassende Sanierungen geplant.
 

 

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