Stadion-Debatte Raus aus der Arena? Der Traum der Löwen-Fans

80 Prozent der Löwen-Fans wünschen sich ein Rückkehr nach Giesing. Foto: az

Die 1860-Fans stimmen in einer Umfrage für den Auszug aus der Allianz Arena – auch Bayerns Präsident Hoeneß ist dafür. Jetzt suchen die Löwen nach Lösungen.

 

München - Endlich wieder ein eigens Stadion, raus aus der Allianz Arena: Dieses für die Löwen so komplizierte Thema ist nun wieder aktuell geworden, weil die Ergebnisse einer Stadion-Umfrage bekannt wurden, die der Nürnberger Radiologe und frühere Löwen-Delegierte Dr. Kai Hillmer in Eigeninitiative gestartet hatte. Knapp 5200 Löwen-Interessierte, darunter etwa 2000 Vereinsmitglieder, hatten sich online zum Thema geäußert und Fragen nach dem idealen Heimstadion der Sechzger oder einem idealen Standort für eine eigene Arena beantwortet.

„Die Ergebnisse haben uns nicht überrascht“, sagte Löwen-Präsident Dieter Schneider zur klaren Mehrheit für den schnellen Auszug aus der Allianz Arena. Das größte Problem der Löwen: Noch fehlt ein geeigneter Standort. Aufsichtsratschef Otto Steiner gab sich optimistisch und sprach davon, an Alternativen zur Arena zu arbeiten und sich in drei bis fünf Jahren eine Lösung zu erhoffen. Diese Worte fanden bei der blauen Gemeinde natürlich großen Zuspruch, Pro1860-Sprecher Hans Vonafka etwa sagte: „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der Zeitpunkt jetzt ist gut, das Thema neu aufzurollen. Der Verein schöpft neues Selbstvertrauen, und wir alle sehnen uns nach einer neuen Heimat, nach einer eigenen Identität.“

Auch der Löwen-Delegierte Richard Ostermeier, der mit seine Fan-Initiative Westkurve60 in die Befragung eingebunden war und das Meinungsbild für „seit zehn Jahren überfällig hält“, gibt dem Thema eine realistische Chance. Bereits letzte Woche traf er sich mit Steiner, Investor-Berater Hamada Iraki und Aufsichtsrat Christian Waggershauser zur weiteren Planung. Ergebnis: „Wir stellen Finanzierungs- und Marketingpläne auf. Das Thema soll nicht nur ein Wunsch sein.“ Doch Schneider erklärte: „Es gibt keinen Stand, der diskussionswürdig wäre.“

Das Ergebnis der Umfrage wird in einer 24-seitigen Auswertung am Freitag veröffentlicht. In einer Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend wollte sich das Kontrollgremium auf eine Stellungnahme einigen.

 

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