Staatsschutz ermittelt Schmiererein an SPD-Büro: Täter aus rechter oder linker Szene?

Florian von Brunn, Direktkandidat der SPD in Giesing Foto: dpa

Wieder ist das Ziel der Landtagsabgeordnete Florian von Brunn. Der Staatsschutz ermittelt.

 

Eingeschlagene Fenster, Schmierereien an der Hausfassade, rechte Hetzschriften im Briefkasten. Seit Monaten ist das Büro des SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn in der Daiserstraße immer wieder Ziel von Übergriffen. Unklar ist, ob der oder die Täter der rechten oder der linken Szene zuzuordnen sind.

"Freiheit ist unregierbar" 

Als eine Mitarbeiterin am Dienstagmorgen das Bürgerbüro aufsperrte, fielen ihr sofort die Schmiererei an der Fassade auf. "Freiheit ist unregierbar" und ähnliche Parolen hatte jemand in der Nacht gesprüht. Auch ein Wahlplakat mit dem Foto von Florian von Brunn im Schaufenster nahm der Täter ins Visier. "Er sprühte einen schwarzen Balken über die Augenpartie", sagt der SPD-Landtagsabgeordnete .

Zweimal warfen in den letzten Monaten unbekannte Täter Scheiben am Bürgerbüro ein, zuletzt in der Nacht auf den 25. Mai. Drei faustgroße Löcher klafften am Morgen in einer Scheibe. Wochen zuvor hatte schon einmal jemand ein Fenster an dem SPD-Büro eingeworfen.

Rechte oder linke Szene?

Am 30. Mai lag zudem eine Ausgabe des rechtspopulistischen Magazins "Compact" mit einem hämischen Artikel über die SPD im Postkasten.

Florian von Brunn gilt als sehr engagierter Gegner von Rechtsextremen und Rechtspopulisten. Deshalb liegt eigentlich der Verdacht nahe, dass die Angriffe von Tätern aus der rechten Szene verübt wurden. Doch bei der Polizei hält man es auch für möglich, dass die Täter aus der linksextremen Ecke stammen.

"Formulierungen und Wortwahl passen eher zu Anhängern der linken Szene", sagt Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Die Täter hätten mit den Schmierereien ihre Unzufriedenheit über die Regierungsbeteiligung der SPD im Bund zum Ausdruck bringen wollen.

Florian von Brunn teilt diese Einschätzung nicht. Wer hinter der Tat in der Nacht auf Dienstag stecken könnte, wisse er auch nicht: "Durch die Angriffe lasse ich mich nicht beeindrucken oder mir die Motivation für meine politische Arbeit nehmen."

 

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